Von Sorge und Hoffnung – Es kommt auf uns alle an

Donnerstag, 21. Januar 2021

Liebe Unterschleißheimerinnen und Unterschleißheimer,

können Sie dieses eine Wort mit C auch nicht mehr hören? C bestimmt weiter unseren Alltag, unsere Nachrichten und unsere Gespräche. Seit fast einem Jahr. Nun gibt es auch noch besorgniserregende Mutationen. Um ehrlich zu sein: Ich freue mich sehr auf die Zeit, in der wir uns mit voller Aufmerksamkeit gemeinsam anderen Themen zuwenden können. Geht es Ihnen ähnlich?
Damit das C-Wort unser Leben nicht weiterhin derart prägt, sind leider die aktuellen Maßnahmen weiter nötig. So wurde der Lockdown von der Ministerpräsidentenkonferenz am vergangenen Dienstag bis zum 14.02.2021 verlängert. Homeoffice soll weiter ausgebaut werden. Bundesweit wird die Maskenpflicht beim Einkaufen und im ÖPNV verschärft.

In Bayern gilt bereits seit letztem Montag eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr, im Einzelhandel, in Arztpraxen, in Gottesdiensten und auch auf dem Unterschleißheimer Wochenmarkt sowie auf der Wertstoffsammelstelle. Auf den Stadtseiten finden Sie kurze Hinweise zum richtigen Umgang mit einer FFP2-Maske und zudem einen Bericht über die Verteilung von kostenlosen Masken an Bedürftige und pflegende Angehörige.

Pikser mit großer Schutzfunktion
Seit Ende des letzten Jahres ist der Hoffnungsschimmer da in Form von kleinen, sehr kalten Döschen: Der Impfstoff wird im Impfzentrum Unterschleißheim verabreicht, wenn auch noch nicht in der Menge, die wir gerne hätten. Aus diesem Grund werden nach der Festlegung durch die Bundesregierung Gruppen mit erhöhter Priorität zuerst geimpft. Dennoch, auch ich hätte mir eine schnellere Verfügbarkeit von großen Mengen des Impfstoffs gewünscht. So ist unsere Geduld weiterhin gefragt. Von der Bundespolitik heißt es, dass wir uns alle bis zum Sommer impfen lassen können. Ich freue mich auf den kleinen Pikser, denn er schützt meine Mitmenschen und mich und bringt die Hoffnung auf Rückkehr zur Normalität mit sich.
Haben Sie sich auch schon für eine Impfung registrieren lassen unter impfzentren.bayern? Die Online-Registrierung steht bereits allen Bayerinnen und Bayern offen. Wenn Sie an der Reihe sind, werden Sie automatisch kontaktiert. Aber machen Sie sich keine Sorgen, Ihr Impftermin hängt nicht davon ab, wer sich zuerst online registriert. Sie können sich also auch noch etwas Zeit lassen – sofern Sie nicht zu den Gruppen mit hoher Priorität gehören. Das Portal wird nun auch die Terminvergabe regeln. Sollten Sie keinen Internetzugang haben und zur ersten Prioritätengruppe gehören, können Sie Ihren Termin weiterhin über 089 3120344-22 vereinbaren.

Unterschleißheim wird das Impfzentrum räumlich weiter ausbauen, um die Impfkapazitäten zu erhöhen. Die häufigste Kritik, die mir zugetragen wurde, war die Erreichbarkeit des Callcenters zum Anmelden. In einem Gespräch mit dem Landrat konnte ich erwirken, dass der Landkreis hier die Kapazitäten deutlich erweitern wird. Diese baulichen und personellen Aufstockungen in unserem Impfzentrum am Volksfestplatz werden in den kommenden Tagen erfolgen. Das sollte die Kontaktaufnahme deutlich erleichtern. Bisher konnten bereits über 2.200 Menschen aus dem Zuständigkeitsbereich des Impfzentrums am Volksfestplatz mit der Erstimpfung behandelt werden. Die Zweitimpfungen starteten letzten Woche. 

Infektionsgeschehen bleibt diffus
Mittlerweile veröffentlicht das Landratsamt wieder nach den einzelnen Kommunen aufgeschlüsselte Fallzahlen. Zum Redaktionsschluss (21.01.2021) waren in Unterschleißheim insgesamt 905 Personen infiziert. Man kann sagen, dass wir uns aktuell etwa auf dem Landkreisniveau bewegen. Nachdem die Stadt auch das Gesundheitsamt bei der Kontaktermittlung unterstützt, kann ich Ihnen darüber hinaus berichten, dass das Infektionsgeschehen weiterhin überwiegend im Kreise des eigenen Hausstandes stattfindet. Mitgebracht wird das Virus meistens vom Arbeitsplatz, von privaten Treffen oder von Reiserückkehrern. Teilweise ist jedoch die Infektionsquelle nicht klar nachvollziehbar.
Daher sind die einschneidenden Maßnahmen weiterhin notwendig. Bleiben Sie bitte zu Hause. Ich kann das C-Wort aus diesem Bericht herausnehmen, aber um es aus unserem Alltag zu verbannen, müssen wir stark bleiben und uns an all die Maßnahmen halten, die Sie mittlerweile sicher schon im Schlaf aufzählen können: Kontakte reduzieren, gute Maske tragen, lüften, Hygieneregeln und hoffentlich bald impfen lassen.

Herzliche Grüße
Ihr Christoph Böck
Erster Bürgermeister