Das Versorgungskonzept

Das Wärmeversorgungskonzept in Unterschleißheim und die installierten (thermischen) Leistungen der Geothermie-Anlage und der beiden konventionellen Kessel können wie folgt charakterisiert werden. Die thermisch installierte Leistung der geothermischen Dublette (Förder- und Injektionsbohrung) beträgt ca. 7,5 MW. 

Diese geothermische Wärmeleistung ist abhängig vom geförderten Volumenstrom, der Dichte und der spezifischen Wärmekapazität des Thermalwassers sowie der nutzbaren Temperaturdifferenz des Thermalwassers. Die Temperaturdifferenz ist dabei die Differenz zwischen der Fördertemperatur des Thermalwassers am Kopf der Förderbohrung und der Temperatur, mit der das Thermalwasser wieder in die Erde injiziert wird. Diese Temperaturdifferenz kann somit von dem Thermalwasserkreislauf auf den Heizkreislauf übertragen und somit für Heizungszwecke genutzt werden.

Der Heizkreislauf.

Die Fördertemperatur des Thermalwassers beträgt ca. 80° C und mit ca. 55 - 60° C wird das Thermalwasser wieder in die Erde geleitet, um die Wasserbilanz im Erdreich aufrecht zu erhalten.

Zur Sicherstellung der Wärmeversorgung und zur Abdeckung der Spitzenlast sind zudem, wie auch bereits zuvor beschrieben, zwei konventionelle Kessel mit einer Feuerwärmeleistung von 6,5 MW bzw. 9,5 MW in der Energiezentrale installiert.

Bezüglich des Wärmeversorgungskonzeptes ist weiterhin festzuhalten, dass der Wärmebedarf im Sommer (insbesondere Warmwasser) nahezu ausschließlich von der geothermischen Dublette gedeckt wird. Im Winter dagegen ist ein zusätzlicher Betrieb der konventionellen Kessel notwendig, um die dann höhere Wärmenachfrage zu decken.

Grafik der Wärmeerzeugung GTU AG in 2019

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