Enorme Einsparungen

Pro Jahr werden allein in Unterschleißheim ca. 9.000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) dank der Versorgung mit GTU-Wärme in Unterschleißheim eingespart.

Das entspricht der Menge nach rund 120 Tanklastzügen voll mit Heizöl oder dem Verbrauch von 2.500 mit Benzin angetriebenen Mittelklasse-Pkw bei einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometer. Seit 2003 haben sich die Einsparungen auf stolze 129.000 Tonnen CO2 summiert.


Geothermie-Anlage Unterschleißheim – gekennzeichnet durch zuverlässigen Anlagenbetrieb

Ein weiterer Vorteil der geothermischen Wärmeversorgung in Unterschleißheim besteht in der Grundlastfähigkeit der Wärmeversorgung. Damit steht die Geothermie das ganze Jahr über zur Verfügung.

Bezüglich des Versorgungskonzeptes ist weiterhin festzuhalten, dass von der insgesamt erzeugten Wärmemenge pro Jahr ca. 69 % auf die geothermische Dublette und ca. 31 % auf die Spitzenlastkessel entfallen. Damit wird ein Großteil der erzeugten Wärme durch die umweltfreundliche Geothermie bereitgestellt.


Energiebilanz der geothermischen Wärmeversorgung

Aber auch aus energetischer Sicht stellt die Geothermie-Anlage Unterschleißheim ein Vorzeige-Projekt dar: Dem relativ geringen Stromeinsatz zum Antrieb der Förderpumpe von ca. 4.300 MWh pro Jahr steht eine bereitgestellte thermische Energie der geothermischen Dublette von ca. 40.000 MWh pro Jahr gegenüber.

Die Jahresarbeitszahl der geothermischen Dublette (Verhältnis von erzeugter Wärme zu Stromeinsatz) beträgt somit 9. Zum Vergleich: Bei der Nutzung der oberflächennahen Geothermie werden beim Einsatz von Wärmepumpen, wo auch die Erdwärme als Energiequelle dient, bei günstiger Bodenbeschaffenheit lediglich Jahresarbeitszahlen von 4,5 erreicht. Das zeigt, dass die GTU-Anlage ein sehr gutes Verhältnis von Nutzen zu Aufwand im laufenden Betrieb besitzt.

Dank Erdwärme leistet die Stadt Unterschleißheim einen wichtigen und vorbildlichen Beitrag zur Energiewende, auch im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Denn dies fordert: "Eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Energieversorgung in Deutschland zu erreichen."  


Dank GTU-Wärme niedriger Primärenergiefaktor

Um klimaschädliche Emissionen zu verringern und die Unabhängigkeit der Verbraucher von steigenden Energiepreisen zu fördern, wurde vom Gesetzgeber Ende 2002 die Energieeinsparverordnung (EnEV) verabschiedet, die seitdem laufend aktualisiert wird. Die EnEV beinhaltet nicht nur klimarelevante Vorgaben für Neubauten, sondern auch für bereits bestehende Immobilien, und zwar sowohl für die Heizung, als auch für das Gebäude als Ganzes.

Die EnEV 2014 definiert die anlagetechnischen Mindestanforderungen an Heizkessel nun nicht mehr bezogen auf den Typ der Anlage, sondern auf die sogenannte Erzeugeraufwandszahl. Hierbei darf das Produkt aus Erzeugeraufwandszahl und Primärenergiefaktor nicht größer als 1,30 sein. Die Erzeugeraufwandszahl z.B. einer Heizungsanlage ist definiert als das Verhältnis der pro Jahr benötigten Endenergie (z.B. in Form von Erdgas) zur erzeugten Nutzwärmemenge. Damit ist die Erzeugeraufwandszahl der Kehrwert des Jahresnutzungsgrades einer Anlage zur Wärmeerzeugung.

Sie ist somit abhängig von den individuellen Voraussetzungen der Anlage zur Wärmeerzeugung, wie Heizungsanlage, Vorlauftemperatur, sowie dem eingesetzten Energieträger. Die bei der Umwandlung von Primärenergie zu Endenergie auftretenden Verluste, wie z.B. bei der Ölförderung oder der Umwandlung und dem Transport des Öls, werden somit bei den Anforderungen der EnEV berücksichtigt. Denn auch das kostet Energie.

All diese Faktoren fließen auch mit in den sogenannten Primärenergiefaktor ein. Dieser liegt für Öl oder Gas jeweils bei 1,1 und für Strom sogar bei 2,8.

Der Primärenergiefaktor der GTU AG ist mit dem Wert 0,56 zertifiziert und liegt somit weit unter dem von fossilen Energieträgern oder gar von Strom.

Zertifikat Primärenergiefaktor 

Weiterhin definiert die ENEV 2014 Mindestanforderungen beim Neubau oder Sanierungsmaßnahmen für den Primärenergiebedarf eines Gebäudes. Dabei wird, vereinfacht ausgedrückt, der Jahresenergiebedarf eines Gebäudes mit einem Primärenergiefaktor multipliziert.

Je geringer der Primärenergiefaktor, desto leichter können die Anforderungen nach der ENEV erfüllt werden. Eine Realisierung eines Bauvorhabens mit einer umweltfreundlichen Wärmeversorgung auf geothermischer Basis mit ihrem niedrigen Primärenergiefaktor von 0,56 bringt dadurch unter Umständen Vorteile, die Anforderungen der ENEV einzuhalten.