Stadtrat entscheidet mit knapper Mehrheit gegen Einführung der Sicherheitswacht

Mittwoch, 25. April 2018

Wie bereits öffentlich in der diesjährigen Bürgerversammlung, präsentierte der Leiter der Polizeiinspektion 48, Polizeioberrat Michael Graf das Konzept der bayerischen Sicherheitswacht auch dem Stadtrat zur weiteren Beratung. Die Bayerische Staatsregierung plant den Ausbau der Sicherheitswacht in Bayern bis ins Jahr 2020 auf 1.500 Stellen.

Hintergrund der Beratung war, dass trotz zurückgegangener Deliktsentwicklung geeignete Einsatzgebiete in Unterschleißheim durch die Polizei gesehen werden. Vor allem in der Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bevölkerung durch aktive Kontaktpflege sah Graf die Vorteile für die Einführung einer Sicherheitswacht im Stadtgebiet. In seiner Präsentation erläuterte der Leiter der Polizeiinspektion 48 die positiven Erfahrungen aus anderen Kommunen zum Beispiel durch das Einschreiten bei auftretenden Ordnungsstörungen insbesondere durch das schnelle Verständigen der Polizei. Mitglieder der Sicherheitswacht unterstehen der zuständigen Polizeiinspektion, sind ehrenamtlich beschäftigt und durchlaufen neben einem Auswahlverfahren auch eine Ausbildung durch die Polizei mit anschließender mündlicher Prüfung.

Die Mitglieder des Stadtrates sahen mit 13:15 Stimmen die Notwendigkeit eines erforderlichen Grundsatzbeschlusses zur Einführung einer Sicherheitswacht aktuell nicht gegeben, weshalb auch weiterhin die Polizei alleiniger Ansprechpartner für die Bevölkerung ist. Zusätzlich hat die Stadt seit vielen Jahren ein privates Sicherheitsunternehmen beauftragt, um Kontrollgänge im Rathaus und einigen öffentlichen Grünanlagen durchzuführen.