Erste Ergebnisse der Bürgerbeteiligung Wohnquartier Alfred-Nobel-Straße - Begrenzung der Höhenentwicklung auf unter 50 Meter

Donnerstag, 01. August 2019

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 19.07.2019 wurde der Entwurf für ein neues innovatives Wohngebiet vorgestellt. Wo sich heute ein Großflächenparkplatz befindet, soll ein ganz neues Konzept für ein Wohnquartier realisiert werden. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung und der online-Beteiligung auf wohnviertel.mitsprechen.com konnten bereits zahlreiche Anregungen aber auch konstruktive Kritik gesammelt werden. Daraus ergeben sich bereits erste Anpassungen.

Die Umwandlung einer Gewerbefläche in ein Wohngebiet wird von der Bevölkerung durchgehend positiv beurteilt. Vor allem die Durchmischung von Wohnen, sozialem und kulturellen Leben, Gastronomie sowie großzügigen Dachgärten in einem autofreien Quartier fand große Zustimmung. Von der etwa drei Hektar großen Fläche befindet sich rund ein Drittel im Eigentum der Stadt, so dass hier auch kommunale Wohnungen geschaffen werden.
Größter Kritikpunkt am vorliegenden Entwurf ist ein hohes Gebäude, ein sogenannter Landmark, der bislang mit 18 Etagen über dem Erdgeschoss vorgesehen ist. Die Architekten haben über den Wohnetagen ein Restaurant und eine Aussichtsplattform vorgesehen, sodass die Gesamthöhe des Gebäudes bis zu 70 Meter entsprechen könnte.
Der Geschäftsführer von DV Immobilien, Christian Bretthauer, und Erster Bürgermeister Christoph Böck haben die Kritik an dieser Höhenentwicklung aufgegriffen und als erstes Ergebnis aus der Bürgerbeteiligung vereinbart, diese Rückmeldung umgehend konzepterhaltend in die Überarbeitung einfließen zu lassen. Der Landmark, in dem sich künftig vor allem 1-Zimmer-Appartements befinden sollen, wird auf unter 50 Meter beschränkt. Damit wird die Vorgabe des Bürgerentscheids aus 2012, bei dem sich die Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich für eine Höhenentwicklung von maximal 50 Metern für die damals geplanten Gewerbegebäude ausgesprochen hatten, auch auf ein Wohngebäude in Anwendung gebracht.

Zusätzliche Informationen werden online gestellt

Auf Grund der detaillierten Nachfrage durch einzelne Anwohnerinnen und Anwohner werden nun bereits in der Anfangsphase des Beteiligungsprozesses erheblich mehr Zahlen und Daten veröffentlicht, als das in dieser Phase üblich ist. Dass diese Zahlen bisher nicht veröffentlicht wurden, liegt an zwei Gründen:
Zum einen handelt es sich bei diesem Entwurf um eine städtebauliche Idee, die in den Details noch flexibel ist. Genaue Zahlen werden erst im Bebauungsplanverfahren festgelegt, weshalb die Zahlen, die sich aus dem jetzigen Stand der Idee ableiten, keineswegs final sind. DV Immobilien und die Stadt Unterschleißheim wollten und wollen mit den Menschen in Unterschleißheim in einen offenen und konstruktiven Diskurs darüber kommen, welche Art und welches Maß an öffentlichen Nutzungen sie sich wünschen. Dieser Diskurs beeinflusst die Planung und verändert damit auch die geforderten Daten und Zahlen. Ziel ist, dass sich aus einem mit den Bürgern diskutierten städtebaulichen Konzept unter anderem Zahlen und Daten für ein zukünftiges Bebauungsplan-Verfahren ableiten und nicht Zahlen die städtebauliche Idee bestimmen.
 
Zum anderen sind diese Zahlen für die meisten Menschen ohne entsprechendes Fachwissen schwer nachzuvollziehen. Ziel der ersten Phase ist, die breite Öffentlichkeit verständlich über die städtebauliche Idee dieses Entwurfs zu informieren und ihre Meinung dazu abzufragen.

Die Projektgruppe kommt jedoch dem Wunsch nach umfassenden Fachinformationen nach. Schnellstmöglich werden nun alle Daten, die sich aus dem jetzigen Stand der Idee ableiten lassen aufbereitet und unter wohnviertel.mitsprechen.com online gestellt. Diese spiegeln aber - wie oben dargestellt - lediglich den jetzigen Planungsstand wider und sind nicht festgelegt.
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Nutzen Sie die Möglichkeit, sich im aktuellen Beteiligungsverfahren einzubringen und besuchen Sie auch die Veranstaltung am 13. September im Bürgerhaus, um sich über weitere Details zu informieren.