Energiespartipp Dezember – Klimafreundlich backen

Donnerstag, 03. Dezember 2020

Klima retten geht immer! Sogar in der Vorweihnachtszeit. Und weil man im Moment sowieso mehr Zeit zu Hause verbringt, lohnt es sich, die bewährten Klassiker ein bisschen klimaneutraler zu gestalten oder sich an etwas ganz Neuem zu versuchen.

Vorheizen oder nicht Vorheizen: Beim Vorheizen des Backofens geht bis zu 20 Prozent Energie  verloren. In vielen Rezepten steht trotzdem als Anweisung „in den vorgeheizten Backofen schieben“. Der Grund: So können exakte Backzeiten für ein Rezept angegeben werden. Die klimafreundliche Alternative: Nicht vorheizen und mit den Plätzchen beginnen, die bei der niedrigsten Temperatur gebacken werden, und zum Schluss die backen, die die höchste Backtemperatur benötigen. Und ganz wichtig: Die Backwaren im Blick behalten, natürlich durchs Fenster! Umluft und Heißluft sind darüber hinaus besonders energiesparend und ermöglichen, gleich mehrere Bleche gleichzeitig zu backen.
Die Zutaten machen den Unterschied: Tierische Zutaten sorgen in der Regel für deutlich mehr CO2-Belastungen als pflanzliche. So verursacht Pflanzenmargarine mit etwa 1 bis 1,7 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilogramm viel weniger Treibhausgasemissionen als Butter, für deren Produktion 12 bis 24 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilogramm anfallen. In Margarine sollte kein Palmfett oder Palmöl enthalten sein, für dessen Produktion große Flächen des Regenwaldes abgeholzt werden. Statt Butter oder Margarine können auch Öle wie Mandel- oder ein mildes Olivenöl sowie Nussmus verwendet werden. Für Eier gibt es vielfältigen Ersatz: Von Apfelmus, Bananen über Chiasamen bis hin zu Leinsamen ist die Auswahl erstaunlich.

Wir gehen davon aus, dass der Weihnachtsmann nichts gegen ein Update bei der Plätzchenbäckerei in Unterschleißheim hat und wünschen gutes Gelingen.