Nachhaltige Wärmeenergie aus heimischem Boden - Pumpentausch bei der GTU AG

Mittwoch, 23. September 2020

Es ist ein Vorzeigeprojekt über die Stadtgrenzen hinaus. Die städtische Geothermiegesellschaft GTU AG fördert seit 2003 Thermalwasser aus knapp 2.000 Metern Tiefe. Nun wurde das Herzstück ausgetauscht. Unterschleißheims Erster Bürgermeister und GTU-Aufsichtsratsvorsitzender Christoph Böck sowie GTU-Vorstand Thomas Stockerl ließen es sich nicht nehmen, der Bohrstelle im Valentinspark einen Besuch abzustatten und die Arbeiten vor Ort zu verfolgen.
Gefördert wird das ca. 80 °C heiße Wasser mit einer Pumpe, deren Bohrloch sich im Valentinspark befindet. Die GTU AG hat am 2. September die inzwischen 16 Jahre alte Pumpe aus dem Bohrloch gehoben. Anschließend wurde das Bohrloch aufwendig untersucht, bevor nun am 21.09.2020 eine neue Pumpe eingesetzt werden konnte. Die 17 Meter lange Pumpe arbeitet in einer Tiefe von etwa 350 Metern und war erfreulicherweise doppelt so lange in Betrieb wie ursprünglich geplant. In Spitzenzeiten fördert die Pumpe bis zu 100 Liter pro Sekunde, im Jahr 2019 insgesamt etwa 2,7 Milliarden Liter, die nach ihrer Verwendung als Wärmequelle für das Fernwärmenetz abgekühlt wieder in die Tiefe zurückgeleitet werden. Dies entspricht dem Volumen eines Würfels von 140 Metern Länge, Breite und Höhe und etwa dem 1,6-fachen Trinkwasserverbrauch von Unterschleißheim.
Das Netz der Geothermie wurde in der Vergangenheit immer weiter ausgebaut und hat heute eine Länge von rund 18,8 Kilometern. Daran angeschlossen sind inzwischen über ein Drittel aller Unterschleißheimer Haushalte sowie elf Büro- und Gewerbegebäude, Schulen und Kitas, das Rat- und Bürgerhaus und das katholische Pfarramt St. Ulrich sowie das evangelische Maria-Magdalena-Haus. Ein Abnehmer der ersten Stunde ist das Freizeitbad AquariUSH. Seit Mai 2018 können Badegäste auch im Thermalwasseraußenbecken baden.
Die Geothermie ist ein wichtiger Beitrag für Unterschleißheim zum Klimaschutz. Im Jahr 2019 konnten durch die Nutzung der Erdwärme rund 9.200 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid eingespart werden, was etwa 120 Tanklastzügen Heizöl entspricht.

 

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