Wohnquartier am Business Campus - Stadt informiert zu dem neuen Entwurf nach Beteiligung der Bürger

Freitag, 10. Januar 2020

Großes Interesse gab es vor allem am 3-D-Modell

Die Gassenebene bietet Wohnungen sowie kulturelle und soziale Flächen

Entwurf Juni 2019: Der alte Entwurf vor der Bürgerbeteiligung sah noch einen höheren Landmark vor. Entwurf Januar 2020: Der aktuelle Stand zeigt die Überarbeitung nach der Bürgerbeteiligung.

In einer Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwoch, den 08.01.2020 informierten die Stadt Unterschleißheim und die DV Immobilien Gruppe über die Umsetzung der Bürgerbeteiligungsergebnisse im überarbeiteten Entwurf für das Wohnquartier am Business Campus. Auf dem ehemaligen Siemensparkplatz sollen Wohnungen, kulturelle und soziale Flächen geschaffen werden.

Der Erste Bürgermeister Christoph Böck stellte im Bürgerhaus den Hintergrund des Bauprojekts vor, das nun Gartenquartier heißen wird. Er ging vor allem auf die  Änderungen ein, die auf Anregung des kooperativen Bürgerbeteiligungsverfahrens an den Entwürfen gemacht wurden. Durch die Beteiligung der Bürger hat sich das Projekt qualitativ weiterentwickelt, so der Erste Bürgermeister. Stephan Hof, Geschäftsführer DV Immobilien Management GmbH ging im weiteren Verlauf tiefer in die detaillierte Planung des bereits vom Stadtrat gebilligten Entwurfes ein. Anschließend diskutierten Christoph Böck, die Architekturwerkstatt Vallentin und Stephan Hof mit Bürgerinnen und Bürgern das Modell.

Während das grundsätzliche Konzept des innovativen Wohnviertels erhalten bleibt, umfassen die wesentlichen Punkte der Überarbeitung die ansteigende niedrige Bebauung von der Nachbarschaft zu höheren Häusern in Richtung des Business Campus. Ebenso wurde die Dichte der Bebauung reduziert. Sichtbar wird der Einfluss der Bürgerbeteiligung an der Höhe des Landmarks, die deutlich reduziert wurde. Dabei versucht der überarbeitete Entwurf das Wohnquartier gut in die Nachbarschaft einzufügen und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Diese Überlegung war auch auf der Infoveranstaltung ein Gesprächsthema der rund 200 Gäste. Der Bedarf an Wohnraum wurde nicht zuletzt daran deutlich, dass bereits viel Interesse an den Wohnungen des Gartenquartiers bekundet wurde.

Um dem zu begegnen, haben die Architekten zudem die Wohnungsgrößen bei gleicher Zimmeranzahl reduziert. Das schafft nicht nur mehr Wohnungen, auch die Wohnungskosten können so gesenkt werden. Weiterhin umfassen die bereits vom Stadtrat gebilligten Änderungen eine Erweiterung der geplanten Kindertagesstätte und mehr Wohnraum in der Gassenebene.

Nach der Informationsveranstaltung gehen nun die konkreten Planungen weiter: Die nächsten Schritte umfassen Gespräche zwischen der Stadt und dem Investor über die vertraglichen Vereinbarungen zur konkreten weiteren Entwicklung des städtischen Anteils. Im Rahmen der sozialen Bodennutzung entsteht hier bezahlbarer Wohnraum z.B. für Erzieherinnen und Erzieher sowie Pflegekräfte. Im Bauausschuss soll im ersten Quartal der Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren gefasst werden, in welchem einer weiteren Bürgerbeteiligung Raum gegeben wird.