Unvorhersehbare Mehrkosten bei Brandschutz-, Elektro- und Sanitärarbeiten

Mittwoch, 25. April 2018

Umfangreiche Rathaussanierung

Seit Mai 2017 finden im Rathaus umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt. Für die Zeit der Bauarbeiten wurden die Mitarbeiter des Bauamtes in das Bürogebäude in der Valerystraße ausgelagert, so dass immer eine Etage des Rathauses für die Baumaßnahmen freigezogen werden konnte. Neben der Überarbeitung des Sicherheits- und Brandschutzkonzeptes werden auch die störungsanfälligen sanitären Anlagen, die Elektrotechnik mit Datenleitungen sowie die Fußböden komplett erneuert.

Während der fortgeschrittenen Sanierungsarbeiten im Erd- und Untergeschoss mussten nun Mängel am Bauwerk festgestellt werden, die einen erheblich höheren Sanierungsaufwand nach sich ziehen. Vor allem nach der Sichtung und Bewertung des Bauzustandes durch die weiträumige Öffnung der Deckenbereiche mussten teils erhebliche Mängel an Leitungsführungen, im Besonderen beim Brandschutz, festgestellt werden.

Der nun festgestellte zusätzliche Sanierungsbedarf erstreckt sich unter anderem auf die Erneuerung der Brandschutzklappen im Untergeschoß und deren neue Verkabelung. Weiterhin müssen an der Heizungsanlage defekte Anlagenkomponenten ertüchtigt und Mängel an der Lüftungszentrale behoben werden.

Der Großteil der Kostenmehrung ist hauptsächlich dem unsachgemäßen Brandschutz des 1985 in Betrieb gegangenen Gebäudes geschuldet. Teilweise sind die Arbeiten erforderlich, um die Abnahmen eines Prüfsachverständigen für den Betrieb von Anlagen zu erhalten

Einstimmig stimmte der Stadtrat der Empfehlung des Grundstücks- und Bauausschusses zu und genehmigte die Mehrkosten in Höhe von 570.000 Euro für den Nachtragshaushalt 2018. Mit diesem Beschluss können die noch ausstehenden Arbeiten im Erd- und Untergeschoss fertiggestellt werden. Damit beträgt das Gesamtbudget für die Sanierung des Rathauses für die Jahre 2017/2018 nun 3.174.272,49 Euro. Die Fertigstellung mit den nun beschlossenen Maßnahmen soll Mitte dieses Jahres erfolgen.