Stand der Saatkrähenvergrämung

Donnerstag, 28. Februar 2019

In Unterschleißheim gab es im vergangenen Jahr 427 Saatkrähennester im Stadtgebiet. Ursprünglich im Krähenwald beheimatet, haben sich die Vögel inzwischen auch in einigen Wohngebieten ausgebreitet. Aufgrund vieler Beschwerden der Anwohner hatte die Stadt eine Entfernung von unbesetzten Nestern und auch den Einsatz eines Falkners bei der Regierung von Oberbayern beantragt. Die genehmigten Arbeiten wurden nun teilweise ausgeführt.
Der Stadtverwaltung liegt ein Genehmigungsbescheid der Regierung von Oberbayern vor, wonach der beantragten Minimierung des Saatkrähenbestandes in Unterschleißheim durch Nestentnahmen in einzelnen Stadtbereichen zugestimmt wurde. Nach Erhalt des Bescheides hat die Stadt zwei Firmen mit den beschlossenen Arbeiten beauftragt. Die Beseitigung von unbesetzten Saatkrähennestern hat bereits Ende Januar begonnen. Alle Eingriffe wurden dabei durch eine Diplom-Biologin begleitet und dokumentiert.
Um die erneute Ausbreitung der Saatkrähen in den Wohngebieten zu unterbinden und die Tiere auf den Krähenwald am Waldfriedhof zu konzentrieren, hat die Regierung von Oberbayern auch den Einsatz eines Falkners genehmigt. Dieser sollte mit Wüstenbussarden die Krähen vom erneuten Nestbau innerhalb der Wohngebiete abhalten. Mit Bekanntwerden der Maßnahme wurde der Falkner auf verschiedenen Wegen durch Personen bedroht, die die Ausführung der Arbeiten missbilligen. Vor allem zur Sicherheit seiner Tiere hat er den Auftrag für seinen Einsatz an die Stadt zurückgegeben, wofür es seitens der Stadtverwaltung vollstes Verständnis gibt.

Mit der aktuell beginnenden Balz wird auch der Nestbau der Saatkrähen einsetzen. Da kurzfristig kein anderer Falkner als Ersatz gefunden werden konnte, wird die Stadt den Erfolg der bisher durchgeführten Nestentnahmen beobachten und bewerten. Über diese Ergebnisse wird sich im Frühsommer der Umwelt- und Verkehrsausschuss beraten und das weitere Vorgehen beschließen.