Sommerferien mit dem Spielmobil

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Fliegende Tiere, die einmal ein Holzscheit waren

Knappe drei Wochen lang fuhr das Spielmobil der Stadt Unterschleißheim in den Sommerferien auf den Spielplatz An der Burg. Das diesjährige Programm stand unter dem Motto „Los geht‘s – wir bauen Hütten!“. Viele der 6- bis 12-jährigen Kinder nutzten die Möglichkeit, in kleineren Grüppchen eine Holzhütte zu bauen. Für die Werkarbeiten hatte jede Arbeitsgruppe eine Werkzeugkiste mit Akkubohrer, Sägen, Hammer, Nägeln, Schrauben, Meterstab und Arbeitshandschuhen zur Verfügung. Für jede Hütte musste ein Grundgerüst nach Plan erstellt werden, um die Stabilität zu gewährleisten. Die weitergehende Gestaltung und Ausstattung lag ganz in den Händen der Kinder. Es entstanden sehr unterschiedliche Hausseiten: Manche Wände bestanden ausschließlich aus Holzbrettern, andere hatten Türen oder Fenster eingearbeitet. Wieder andere wurden zusätzlich mit Stoff ausgestaltet und eine Wand war sogar komplett aus Weide geflochten. Dass das Holz dabei nie ausging, war auch der freundlichen Unterstützung des Bau-Teams aus Unterschleißheim zu verdanken, denn das sammelte im Vorfeld schon jede Menge Holzreste für die Aktion.
Natürlich standen täglich die Großspielzeuge, ein Wasseranschluss und ein Basteltisch zur Verfügung, an dem jeder Interessierte aus verschiedensten Materialien eigene Ideen umsetzen konnte. Ein großer Anziehungspunkt war eine Hängematte, auf der sich oft mehrere Kinder gleichzeitig tummelten.
Weiterhin konnten die Kinder Möbel bauen, töpfern, Körbe flechten, Grillspieße schnitzen und verzieren, Stockbrot grillen, spielen, Speckstein bearbeiten, Buttons gestalten, Tiere aus Kleisterpapier formen und Hütten anmalen.
Für die letzte Augustwoche konnten sich Kinder für einzelne Tage anmelden. Das Angebot im Kindertreff setzte sich aus Ausflügen und Werkarbeiten zusammen: Die Kinder sägten mit der Laubsäge Tierkörper und passende Flügel aus, bemalten diese, bauten die Einzelteile zusammen und konnten das entstandene Tier anschließend in Schwingung versetzen. Zwei Ausflüge führten die jeweilige Gruppe in den Tierpark Hellabrunn und ins Museum Wald und Umwelt nach Ebersberg. Wer Lust auf Nähen hatte, konnte sich kleine pyramidenförmige „Sunkist-Tiere“ nähen und mit Linsen befüllen.