Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der A92

Donnerstag, 22. März 2018

Großes Interesse bei der Bürgerinformationsveranstaltung zum Ausbau der A92

Stadt fordert erneut Verbesserungen beim Ausbau der Autobahn

Die Autobahndirektion Südbayern hat erneut die Pläne für den 6-streifigen Ausbau der A92 ausgelegt. Nach einer Informationsveranstaltung im Bürgerhaus Unterschleißheim verfasst die Stadt nun abermals eine Stellungnahme, um die die Interessen und Belange der Stadt und ihrer Bürger in die Planung einfließen zu lassen.

Im  Jahr 2014 hatte die Stadt im Zuge der ersten Planungen zum Ausbau der A92 bereits eine Stellungnahme mit zahlreichen Einwänden gegen die von der Autobahndirektion vorgelegte Planung zum 6-streifigen Ausbau der Autobahn 92 veröffentlicht. Daraufhin hat die Autobahndirektion unter anderem die zu Grunde gelegte Verkehrsprognose korrigiert, die die Stadt 2014 schon als unrealistisch kritisiert hatte. Ebenfalls überarbeitet wurde in der neuesten Fassung das Ausbauprogramm für die Anschlussstellen und das Schallschutzprogramm.  Besonders positive Verbesserungen stellen darin die Berücksichtigung des geforderten lärmmindernden Asphalts mit einer Lärmminderung von mindestens 5 bis 6 dB(A) zum derzeitigen Zustand und dessen regelmäßige Erneuerung sowie die neu geplante und leistungsstärkere Anschlussstelle Unterschleißheim dar.
Da andere für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger wichtige Punkte jedoch nicht oder nur unzureichend berücksichtigt wurden, und sich durch die neue Planung einige weitere Kritikpunkte ergaben, formuliert die Stadt jetzt eine weitere Stellungnahme, um die Interessen Unterschleißheims und ihrer Bürger zu verdeutlichen.
Nachbesserungsbedarf gibt es aus Sicht der Stadt und des Lärmschutzgutachters beim Schallschutz für den Bereich Riedmoos, für die Siedlung am Weiher, an der B 13 im Bereich Konrad-Zuse-Straße und Carl-Meuth-Straße, an der Moosachstraße und nordöstlich des Furtweges. Hier wird die Stadt die Erhöhung der Lärmschutzanlagen fordern.
Weiterhin in die Planung einfließen soll nach dem Willen der Stadt eine Verbreiterung der derzeit nur mit 2,5 m geplanten Geh- und Radwege im Bereich des Knotenpunkts B13/Staatsstraße 2342, um den regen Radverkehr im überörtlichen Radwegnetz sicherer machen zu können. Auch die neugeplante Anschlussstelle entspricht im Teilbereich der Kreuzung Landshuter Straße / Nördliche Ingolstädter Straße nicht den Vorstellungen von Stadtverwaltung und Stadtrat. Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten sieht hier einen Nachbesserungsbedarf.
Neben einigen weiteren neuen Einwänden, behalten auch diejenigen Forderungen aus der ersten Stellungnahme ihre Gültigkeit, die bisher nicht berücksichtigt wurden.

Auch alle Bürgerinnen und Bürger können ihre Einwendungen gegen die Planungen bis zum 06.04.2018 in der Bauverwaltung Unterschleißheim, Valerystr. 1, 1. OG, Zimmer 129 - 132 oder bei der Regierung von Oberbayern in München, Maximilianstraße 39, Zimmer 4120, einreichen.