Neun Kommunen sagen "Nein"

Dienstag, 18. Dezember 2007

Solidarische Abwehr des Transrapids

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"Transrapid ? nein Danke" sagen (v.l.n.r.): Karl-Heinz-Zenker (Hallbergmoos), Josef Riemensberger (Eching), Franz Schwarz (Unterföhring), Michael Sedlmair (Ismaning), Christian Ude (Landeshauptstadt München), Reiner Schneider (Neufahrn), Elisabeth Ziegler (Oberschleißheim), Manfred Solbrig (Garching) und Rolf Zeitler (Unterschleißheim)

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"Transrapid ? nein Danke" sagen (v.l.n.r.): Karl-Heinz-Zenker (Hallbergmoos), Josef Riemensberger (Eching), Franz Schwarz (Unterföhring), Michael Sedlmair (Ismaning), Christian Ude (Landeshauptstadt München), Reiner Schneider (Neufahrn), Elisabeth Ziegler (Oberschleißheim), Manfred Solbrig (Garching) und Rolf Zeitler (Unterschleißheim)

Einträchtig haben die acht Nordallianz-Kommunen zusammen mit der Landeshauptstadt München eine gemeinsame Resolution gegen den Transrapid beschlossen. Im BallhausForum trafen sich die Gemeinde- und Stadträte, um in jeweils getrennten Stadt- und Gemeinderatssitzungen den vorab abgestimmten Resolutionstext zu ratifizieren. Mit diesem Beschluss fordern die Bürgervertreter von München und von Eching, Garching, Hallbergmoos, Ismaning, Neufahrn, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterschleißheim die Deutsche Bahn AG, den Bund und den Freistaat Bayern auf, die Planungen für die Errichtung einer Transrapid-Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen München umgehend einzustellen. Dauerhafte Nachteile für den öffentlichen Nahverkehr in Bayern, die dann entstehen, wenn immense öffentliche Mittel für das Transrapid-Projekt gebunden werden, sind nach Ansicht der Kommunalpolitiker zu vermeiden. Stattdessen sollen diese Mittel dazu verwendet werden, die Schienenanbindung des Flughafens München auf andere Weise zu verbessern (z.B. Taktverdichtung der derzeitigen Anbindungen, Realisierung des Erdinger Ringschlusses, Verlängerung der U6 zur S1 über Eching nach Neufahrn als zusätzliche Anbindung zum Flughafen München, Schienenanbindung Nordost-Bayerns an den Flughafen München und verbesserter Lärmschutz an bestehenden Schienenwegen zum Flughafen München, z. B. durch Tunnel bzw. Verlagerung von Trassen aus den Ortskernen). Die einmütige Verabschiedung der Forderung dieses Maßnahmenpaketes war ein gelebter Akt der Solidarität der neun Kommunen. Öffentlich demonstrierten sie damit, dass sie gegen dieses Projekt sind ? eben auch die Kommunen, die nicht direkt von der möglichen Trassenführung des Transrapids betroffen sind. Die Landeshauptstadt München und das nördliche Umland zeigten auf eindrucksvolle Weise ihre geschlossene Eintracht im Abwehrkampf gegen dieses teure, unsinnige und für die städtebauliche Entwicklung der Anliegerkommunen sehr nachhaltige Verkehrsprojekt.

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