Friedhof - Grabmäler werden auf Standsicherheit geprüft

Donnerstag, 15. April 2021

Jährlich ereignen sich bundesweit zahlreiche Unfälle, die auf lose Grabmäler zurückzuführen sind. Zur Vermeidung solch teils tragischer Unfälle sind die Friedhofsverwaltungen verpflichtet, mindestens einmal im Jahr nach der Frostperiode die Grabmäler auf ihre Standfestigkeit zu überprüfen.

Auf den städtischen Friedhöfen wird diese Standsicherheitsprüfung im Jahr 2021 vom 26. - 30. April erfolgen. Die Grabnutzungsberechtigten können an der Überprüfung teilnehmen.

Weshalb kommt es überhaupt zu Lösungen oder zum Umstürzen von Grabmälern?

Die Ursachen sind vielfältig: Frost, starke Regenfälle, Schädigungen am Fundament, Senkungen durch Hohlräume, Aushebungen benachbarter Gräber sowie Einwirkungen des Wurzelwerks von Bäumen und Sträuchern oder eine nicht fachgerechte Befestigung der Grabmäler können die Standsicherheit beeinträchtigen.

Was geschieht bei der Überprüfung der Grabmäler?

Bei der Prüfung wird mit einem geeichten Messgerät, einem Drucktester, ein Prüfdruck von 300 N auf das Grabmal ausgeübt. Dieser Prüfvorgang ist in der TA-Grabmal (Technische Anweisung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen) definiert. Wird bei der Überprüfung festgestellt, dass die Standsicherheit nicht gegeben ist, werden die Nutzungsberechtigten von der Friedhofsverwaltung informiert und zur Beseitigung der Gefahrenlage aufgefordert. Besteht eine erhebliche Gefährdung für die FriedhofsbesucherInnen, werden wackelige Grabmäler abgesperrt oder umgelegt.

Die Friedhofsverwaltung bittet die GrabrechtsinhaberInnen um ihr Verständnis für diese Maßnahme, die der Sicherheit aller FriedhofsbesucherInnen dient.