Energiespartipp September 2021 - Die erste eigene Wohnung

Donnerstag, 09. September 2021

Wer erstmals daheim auszieht und einen eigenen Haushalt gründet, muss viele Entscheidungen treffen, auch über verschiedene Anschaffungen und neue Verträge. Ein Umzug kostet Kraft und Nerven – und belastet die Umwelt. Doch bietet der Sprung in eine neue Umgebung auch viele Chancen auf eine (Neu-)Ausrichtung für ein klimafreundliches Leben.

Besser packen: Umzugskartons verbrauchen zur Herstellung viel Energie und Ressourcen, für einen kurzzeitigen Einsatz! Die Alternative: Gebrauchte Kartons nutzen und anschließend weitergeben oder auf Leihkisten setzen wie zum Beispiel Turtleboxen (https://turtle-box.de). Zum Schutz zerbrechlicher und empfindlicher Umzugsgüter tun es auch Handtücher, Schals, Kleidung aller Art– völlig abfallfrei.

Besser transportieren: Ein Auszug in ein möbliertes Zimmer am gleichen Ort ist auch mit einem geliehenen Lastenrad zu schaffen. Ist die Distanz zur neuen Wohnung nicht so kurz, ist es umweltfreundlicher, nur einmal mit einem großen Anhänger zu fahren anstatt 15 Mal mit dem Kombi aus dem Freundeskreis. 

Besser renovieren: Ist im neuen Heim erst einmal ein frischer Anstrich erforderlich, setze auf ökologische, schadstoffarme Farben und Materialien. 

Besser leben: Ein Umzug ist die Chance, sich von Überflüssigem zu trennen und die Weichen für einen (noch) umweltfreundlicheren Lebensstil zu stellen. Noch Brauchbares sollte nicht im Müll landen: lieber verschenken, verkaufen oder spenden, Anregungen gibt es bei www.careelite.de/zero-waste-apps. Für die notwendigen Neuanschaffungen achte auf Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und geringe Verbrauchsdaten. Hilfestellung zu Labels und Siegeln gibt es auf verbraucherzentrale.de.

Besser gebraucht statt neu: Eine gute Alternative mit positivem Effekt auf das Einrichtungsbudget ist, auf Gebrauchtes zu setzen, z. B. über lokale Tauschbörsen, Kleinanzeigen oder Flohmärkte. 

Besser heizen und lüften: Als MieterIn hat man keine Wahl, womit geheizt wird. Aber die richtige Nutzung der Thermostate und das optimale Lüften hat jeder in der Hand. Regelmäßiges Stoß- und Querlüften sorgt für schnellen, guten Luftaustausch, ohne dass die Wohnung auskühlt, und ist dauergekippten Fenstern vorzuziehen. Sofort nach dem Duschen, Kochen oder Schlafen sollte die Feuchtigkeit durch Lüften hinausbefördert werden. Beim Heizen gilt: Jedes Grad weniger spart ca. 6 Prozent Heizenergie. Ein Thermostat auf Stellung 3 hält die Raumluft auf etwa 20 Grad Celsius, für Flur und Schlafzimmer reichen auch 16 Grad. 

Besser Ökostrom: Der Umstieg auf echten Ökostrom dauert nur wenige Minuten, setzt ein wichtiges Zeichen für die Energiewende – und reduziert den persönlichen CO2-Fußabdruck erheblich.