Der Sommer ist zu loben – Sommerempfang im Rathaus

Donnerstag, 04. August 2022

Gold für Katharina Bednarek

Stehende Ovationen für die Geehrten

Beste Laune bei den Gästen

Ehrungen im Winter? Durch Corona nicht mehr zeitgemäß. Und so konnten weder bei ausgefallenen Stadtratsabschlüssen noch bei ausgefallenen Neujahrsempfängen verdiente StadträtInnen und BürgerInnen gewürdigt werden. Doch Ehre, wem Ehre gebührt. Die Stadt lud am 29. Juli 2022 zum ersten Sommerempfang ins Rathaus und holte die Ehrungen in sommerlicher Heiterkeit nach.

Aber das Schöne ist, meinte Erster Bürgermeister Christoph Böck, Ehrungen fallen im Sommer sowieso leichter – den Geehrten, aber auch dem Lobredner. Für die Gelobten sei die Situation nämlich gar nicht so einfach. Man kommt ihnen nahe, alle schauen ihn oder sie an, ja, man zeigt auf sie. Doch bei einem Sommerfest lassen sich Wege finden, mit leichter Hand die Blicke der Anwesenden in ganz unterschiedliche Richtungen zu lenken. Für den Lobredner hingegen sei die Situation schwierig. Da es die Lobrede seit der Antike gibt, sind die Anforderungen an den Lobredenden dementsprechend hoch. Wie es zur Jahreszeit passte, wurden Lob und Ehrungen an diesem Abend heiter aufgelöst, neu gefasst und auf mehrere Schultern verteilt. Es präsentierten: Sophie Kompe, die Regenschirmpoeten sowie Benjamin Straßer. Etwa 450 Gäste hörten und sahen Ehrenamtssongs, Ehrenamtsballons und Ehrenamtsfilme.

Und nun Vorhang auf für die zu Ehrenden! Den Anfang machten zehn ausgeschiedene StadträtInnen, bei denen Sophie Kompe gemeinsame Eigenschaften feststellte, einen wachen Geist, Nahbarkeit, Offenheit für den Dialog und sportliche Ausdauer. So wurden verabschiedet: Alexander Kieslich, Stefanie Leimböck, Theodor Pregler, Karl Rammelsberger, Rebecca Riedelbauch, Michael Schessl, Stefan Schneiders, Renata Schuster, Manfred Utz und Jolanta Wrobel. Dann mussten kurz die Rollen getauscht werden, denn geehrt für 20-jährige beziehungsweise 15-jährige Mitgliedschaft im Stadtrat wurden Christoph Böck und Benjamin Straßer. Anschließend stellten die Regenschirmpoeten in launigen Portraits Brigitte Huber (sportlich), Ludwig Pettinger (ruhig) und Bernd Knatz (sportlich) vor, deren 25-jährige Mitgliedschaft im Stadtrat mit der Bürgermedaille in Silber gewürdigt wurde.

Die Leistungen der EhrenmedaillenempfängerInnen und der Bürgermedaillenempfängerin präsentierten sich filmisch. Das gemeinsame Setting für Stephan Honal, Brigitte Fleischmann (beide Ehrenmedaille Silber) und Ernst Schmitter (Ehrenmedaille Gold) war die Kirche St. Ulrich, in der sich alle drei initiativ engagieren: ob beim Eine-Welt-Laden, beim Unterschleißheimer Tisch oder im Kirchenbauverein. Der zweite Film zeigte das Wirken von Katharina Bednarek, das vor 30 Jahren im Gemeinderat begann (und auf Widerstände stieß, die Protagonistin des Films erinnert sich an das Wort „Kochtopf“) und für das sie beim Sommerempfang die Bürgermedaille in Gold erhielt.

Für diesen Abend aber standen die Mitarbeitenden der Lekkerei an den Kochtöpfen und servierten zum geselligen Abschluss des Abends bunte Bowls. Bei aller Leichtigkeit der Darbietung wies Böck auf den tieferen Sinn des Sommerempfangs hin. Es ist ein großes Anliegen der Stadt, verdiente Menschen sichtbar zu machen, sie in die erste Reihe zu stellen und so Dankbarkeit auszudrücken. Denn Einsatzfreude, Empathie und Einfallsreichtum der Ehrenamtlichen sind alles anderes als selbstverständlich. Doch wenn es sie gibt, entsteht eine Stadtgemeinschaft wie der Sommer: mit Wärme und Fülle.

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