Kampagne "Fair Fahren"

Die Stadt Unterschleißheim begrüßt die wachsende Bedeutung des Radverkehrs, beobachtet jedoch auch, dass mit der steigenden Anzahl an RadfahrerInnen auch die Interaktion der verschiedenen Verkehrsarten zunimmt. Um daraus resultierendes Potenzial für Nutzungskonflikte und Sicherheitsrisiken möglichst gering zu halten, hat die Stadt Unterschleißheim die Kampagne „Fair Fahren“ ins Leben gerufen.

Ziele der Kampagne

Ziel der Kampagne „Fair Fahren“ ist es, die VerkehrsteilnehmerInnen zu einem respektvollen und rücksichtsvollen Miteinander aufzufordern, indem auf konkrete Situationen hingewiesen wird, die typischerweise zu Nutzungskonflikten und Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr führen. Denn selten resultieren diese rein aus dem Verkehrsaufkommen und der Verkehrsinfrastruktur, sondern auch aus dem Verhalten der einzelnen VerkehrsteilnehmerInnen. Die Gründe umfassen beispielsweise fehlende oder falsche Informationen zu den geltenden Vorschriften ebenso wie intuitive Verhaltensmuster und bewusste Verhaltensweisen.

Die Kampagne richtet den Fokus auf Radfahrende – möchte aber letztendlich alle VerkehrsteilnehmerInnen ansprechen. Denn viele von uns sind nicht „nur“ AutofahrerInnen oder „nur“ FußgängerInnen oder „nur“ RadfahrerInnen. Und nur gemeinsam kann ein faires Miteinander im Verkehr gelingen!

Bausteine der Kampagne

Die Kampagne greift in verschiedenen Bausteinen typische Situationen im Straßenverkehr auf und gibt Hinweise zu Verhaltensregeln und Verhaltensweisen, die Voraussetzung für ein faires Miteinander im Verkehr sind.

Baustein 1: Geisterradeln - Fair Fahren oder Verfahren?

Das Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung – wie auf Schutzstreifen, Radwegen oder Radfahrstreifen – ist nach dem in § 2 der Straßenverkehrs-Ordnung verankerten Rechtsfahrgebot auch für den Radverkehr tabu. Das sogenannte „Geisterradeln“ ist allerdings keine Seltenheit: nach einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt 2015) fahren bis zu 20 % der Radfahrenden regelmäßig auf Radwegen entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung. Diese mit Bußgeld belegte Missachtung der Straßenverkehrs-Ordnung birgt auch ein hohes Gefahrenpotenzial: Unfallstatistiken zeigen, dass rund 10 % der Unfälle mit Beteiligung von „Geisterradlern“ provoziert werden und dieses Verhalten damit zu den Hauptunfallursachen im Radverkehr zählt.

Grundsätzlich ist das Radfahren in Gegenrichtung nur bei entsprechender Beschilderung erlaubt – in der Regel gekennzeichnet durch entgegengerichtete Pfeile:


Auch in der Stadt Unterschleißheim werden RadfahrerInnen immer wieder zu „Geisterradlern“ – sei es bewusst oder unbewusst. Die Stadt Unterschleißheim hat solche „Geisterradel-Brennpunkte“ identifiziert und möchte hier mit Plakaten mit einem Augenzwinkern auf das Thema aufmerksam machen und die „Geisterradler“ idealerweise zum „Umdenken und Umkehren“ anregen.


Die Plakate werden jeweils für einen begrenzten Zeitraum an ausgewählten Standorten im Stadtgebiet angebracht. Die Verwaltung der Stadt Unterschleißheim freut sich über Hinweise zu potenziellen weiteren Standorten im Stadtgebiet.

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Baustein 2: Gemeinsam unterwegs

Der Verkehrsraum – ob Fahrbahn, Gehweg, Radweg oder Parkraum – gehört selten uns allein. Meist sind wir „gemeinsam unterwegs“. Die gemeinsame Nutzung von Wegen verdeutlicht die verschiedenen Bedürfnisse und Belange der einzelnen VerkehrsteilnehmerInnen sowie potenzielle Interaktionen. Damit das Interaktionspotenzial nicht in Nutzungskonflikte und Sicherheitsrisiken umschlägt, sind alle VerkehrsteilnehmerInnen zur Beachtung gewisser grundlegender Verhaltensregeln und Verkehrsregeln aufgefordert.

Die Grundregel für alle VerkehrsteilnehmerInnen ist in § 1 der Straßenverkehrs-Ordnung verankert:

STRASSENVERKEHRSORDNUNG § 1 

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet                   oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. 


Nachfolgende Verhaltensweisen helfen allen VerkehrsteilnehmerInnen bei der Beachtung dieser Grundregel:


Die Stadt Unterschleißheim hat Informationen zusammengestellt und möchte damit die verschiedenen VerkehrsteilnehmerInnen unterstützen, die Kenntnisse der Straßenverkehrs-Ordnung aufzufrischen und gezielt die Perspektive der jeweils anderen VerkehrsteilnehmerInnen einzunehmen. 

Ihr Wissen können Sie im Flyer der AGFK Bayern e. V. auffrischen und anschließend im Quiz der Stadt Unterschleißheim testen!

Flyer Miteinander im Verkehr

Quiz - Kampagne FairFahren