Le Crès und Unterschleißheim

Die einst verfeindeten Nachbarvölker mitten in Westeuropa, Deutschland und Frankreich, bildeten nach dem Zweiten Weltkrieg das Herzstück der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, aus der schließlich die Europäische Union hervorgegangen ist. Grundlage für eine Aussöhnung beider Völker war der Deutsch-Französische Freundschaftsvertrag von 1963. Auf kommunaler Ebene entstanden in der Folgezeit viele Städtepartnerschaften.

Im März 1971 beschloss der Gemeinderat von Le Crès, eine Partnerschaft mit einer deutschen Kommune zu gründen. Nach zwei Jahren stieß Le Crès über das französische Konsulat auf Unterschleißheim, dessen Gemeinderat einen entsprechenden Wunsch  bekundet und dort angemeldet hatte. Beide Gemeinden suchten als Vororte von Großstädten Partner mit ähnlich gelagerten kommunalen Problemstellungen und Aufgaben. Sie fanden sich auch von der damaligen Einwohnerzahl her – Le Crès mit rund 6.000, Unterschleißheim mit rund 11.000 Einwohnern – zueinander passend. Beim Besuch einer deutschen Delegation unter Leitung des damaligen Zweiten Bürgermeisters, Wolfram Stronk,
beim Stadtrat von Le Crès, konnte der Partnerschaftsvertrag vorbereitet werden.

Er wurde am 18. August 1973 in Le Crès und am 3. Oktober 1973 in Unterschleißheim von den Bürgermeistern Hans Bayer und Julien Quet unterzeichnet.

Seither besteht ein regelmäßiger Austausch zwischen den beiden Städten, wie die Chronik belegt. Viel Interessantes und Wissenswertes dazu findet sich auch in der Jubiläumsbroschüre 40 Jahre Städtepartnerschaft Unterschleißheim - Le Crès.

So entstanden - weit über die offiziellen Beziehungen hinaus - in mehr als vier Jahrzehnten viele persönliche Verbindungen, ja langjährige Freundschaften über die Ländergrenzen hinweg. Diese Perspektive steht auch allen neuen Interessenten an der Partnerschaft offen.
Wer mitmachen möchte, wendet sich an staedtepartnerschaft @ush-bayern.de