GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

GTU - Geothermie Unterschleißheim AG

08.10.2001

Umweltfreundliche Energieversorgung

Moderner Bürokomplex wird mit Geowärme beheizt

Mit dem Microsoftgebäude in Hollern-Nord nahm alles seinen Anfang. Jetzt investiert die Firma Future Office Management - FOM - erneut in Unterschleißheim. Auf einer Fläche von ca. 27.800 m² entstehen sieben fünfgeschossige Bauten sowie ein elfgeschossiges Turm- und ein 1-geschossiges Casinogebäude

Der gesamte hochmoderne Bürokomplex, der bis Anfang 2003 bezugsfertig sein soll, wird künftig an das Fernwärmenetz der Geothermie Unterschleißheim - GTU AG - angeschlossen. Der erste Mieter - die Firma Serono - hat vor, bereits am 1. September 2002 rund 9.000 m² der Büroimmobilie zu beziehen.

Die Geothermie ist eine innovative und umweltschonende Alternative einer Wärmeenergieversorgung für Gebäude, die durch eine Minimierung von CO2-Immissionen bei der Erzeugung zu einem nachhaltigen Klimaschutz beiträgt. Die Vorzüge liegen klar auf der Hand: Einsparungen beim Bau (Kessel, Brenner, Regelung, Kamin, Raumkosten für Heizraum, Gasanschluss bzw. Heizöltank einschl. Verrohrung entfallen) und zusätzliche Vorteile beim Betrieb (keine Wartung für Kessel und Brenner, keine Instandhaltung, keine Rücklagen für Erneuerung, keine Kosten für Kaminkehrer und Strom, keine Personalkosten für Bedienung, keine Energieumwandlungsverluste, geringer Platzbedarf, höchste Betriebs- und Versorgungssicherheit durch garantierte Wärmelieferung, zukunftsorientierte, sichere, umweltfreundliche und preiswerte Energieform).

Die Abnahmeleistung des geplanten Bauvorhabens liegt bei ca. 2.000 kW. Die benötigte Jahresenergie beträgt ca. 2.550 MWh Wärme. Dies entspricht der Verbrennung von ca. 300.000 Litern öl bzw. 300.000 m³ Gas pro Jahr. Die Firma FOM ist damit der größte Einzelkunde in Hollern.

Mit dem Anschluss an das Nahwärmenetz kann eine Senkung des Kohlendioxidausstoßes von ca. 600 Tonnen pro Jahr erreicht werden. Dies entspricht einer Kohlendioxideinsparung von etwa 70 % gegenüber einer konventionellen Wärmeversorgung. Um die benötigte Energiemenge von 2.550 MWh zu erzeugen, wären ca. 690 Solaranlagen mit einer Fläche von jeweils 6 m² notwendig. Das entspricht 75 % der Fläche eines Fußballfeldes.