Zukunft der Ortsmitte - Stadt hat großes Interesse an der Weiterentwicklung des IAZ

Dienstag, 29. November 2016

Liebe Unterschleißheimerinnen und Unterschleißheimer,

das im Jahr 1984 entstandene „Kaufland Isar-Amper-Zentrum“ (IAZ) am Rathausplatz gehörte viele Jahre zu den modernsten Einkaufszentren in Deutschland. Seit vielen Jahren gab es immer wieder Bestrebungen von Investoren, das Gebäude zu modernisieren, um es für Kunden und Einzelhändler wieder attraktiv zu gestalten. Bisher erfolglos. Nun hat der neue Investor Rock Capital fast alle Einheiten erworben und eine dringende Erneuerung unserer Ortsmitte ist in Aussicht.
Bei den Gesprächen zwischen Stadt und Investoren ging es bislang primär um die Frage der komplizierten Eigentumsverhältnisse des Geländes und die Einbindung des Postgrundstückes in eine zukünftige Gesamtplanung. Konkrete Planungen waren aber bisher kein wesentlicher Bestandteil dieser Gespräche. Vielmehr ist für die Stadt ein städtebauliches Gesamtkonzept Voraussetzung für kommende Schritte. Ich verfolge in diesen Gesprächen das Ziel, dass IAZ wieder zu einem attraktiven Bestandteil unseres Ortskernes zu machen. Da die Stadt nicht Eigentümer des Geländes ist, kann ich als Erster Bürgermeister mit meiner Stadtverwaltung hier immer nur als Vermittler zwischen den Partnern wirken. Die Gespräche mit Anwohnern und Kunden zeigen, dass diese sich eine umfassende Lösung wünschen, die die Nahversorgung sichert. Für diesen Dialog gibt es im Rathaus stets offene Türen.
Als im Sommer dieses Jahres die Schließung des EDEKA Marktes bevorstand, konnte ich erreichen, dass die Gespräche zwischen den Vertragspartnern wieder aufgenommen wurden, um die Nahversorgung für alle Anwohner sicherzustellen. Deutlich wurde in diesen Gespräche aber auch, dass sich EDEKA ganz klar eine Perspektive für das Einkaufszentrum wünscht.
Dem Stadtrat und mir ist bewusst, dass eine zukunftsweisende Entwicklung nicht weiter aufgeschoben werden darf. Die dafür grundlegenden Weichenstellungen müssen aber zunächst zwischen den verbliebenen Eigentümern und dem Investor getroffen werden. Hierzu braucht es die Kompromissbereitschaft aller Beteiligten. Sobald dies geschehen, ist kann eine Planung erarbeitet werden, die auch der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Im Sinne unserer Stadt bin ich zuversichtlich, dass dieser Prozess im kommenden Jahr beginnen kann.

Ihr

Christoph Böck
Erster Bürgermeister