Wohnen für Hilfe jetzt auch im Landkreis München

Mittwoch, 11. September 2013

Seit über 17 Jahren gibt es Wohnen für Hilfe für das Stadtgebiet München. Seit Frühjahr 2013 können durch einen Beschluss des Kreistages auch Seniorinnen und Senioren, die Unterstützung brauchen und Wohnraum anbieten können sowie junge Menschen, die einen Wohnraum suchen, im Landkreis München Wohnen für Hilfe nutzen. Angesiedelt ist Wohnen für Hilfe beim Seniorentreff Neuhausen e.V. Dieser leitet seit über 30 Jahren eine Begegnungsstätte für ältere Menschen. Das Angebot umfasst ein vielfältiges Kurs- und Gruppenangebot, aktuelle Vorträge, Mittagstisch, Stadtteilaktivitäten sowie soziale Beratung zu allen Fragen des Älterwerdens.

Wohnen für Hilfe basiert auf der Idee der nachbarschaftlichen Hilfe und der Solidarität zwischen den Generationen. Vorwiegend ältere Menschen stellen freien Wohnraum in ihrer Wohnung oder ihrem Haus zur Verfügung. Im Gegenzug erhalten sie vom Wohnraumnehmer-/in Unterstützung im Alltag, z.B. beim Putzen, Einkaufen, Spazierengehen, gemeinsamen Kochen, Gartenarbeit, Haustiere versorgen und vieles mehr. Pflegeleistungen gehören jedoch nicht dazu. Die konkreten Hilfen werden von den Wohnpartnern individuell vereinbart.
Der Orientierungsrahmen für das Wohnmodell ist: 1 m² Wohnfläche = 1 Stunde Hilfe im Monat. Die Nebenkosten werden in der Regel in Form einer Pauschale von den Wohnraumnehmer/-innen bezahlt.Diese Wohnform ermöglicht es der älteren Generation, länger im vertrauten Umfeld wohnen zu bleiben. Jüngere Menschen erhalten günstigen Wohnraum und ein Zuhause, was auch Studierende aus dem Ausland sehr schätzen.
Ursula Schneider-Savage, Diplom-Sozialpädagogin, lernt jeden Wohnraumgeber durch Hausbesuche persönlich kennen und führt ein ausführliches Beratungsgespräch. Auch die Wohnraumsuchenden werden von ihr persönlich beraten. Nach Zustandekommen der Wohnpartnerschaften bleibt sie Ansprechpartnerin für beide Wohnpartner und unterstützt, wenn es nötig ist.
Seit Bestehen des Angebotes haben viele Ältere und Jüngere eine Wohnpartnerschaft geschlossen. Sie haben dabei nicht nur durch günstiges Wohnen oder von den Hilfsleistungen profitiert, sondern auch neue menschliche Kontakte gewonnen. Gerade das gute Miteinander, das oft freundschaftliche Verhältnis gefällt vielen Jungen und Älteren sehr gut. Sie betrachten das generationenübergreifende Zusammenleben als ein Glück und hoffen, dass es recht lange erhalten bleibt. Im Laufe des Zusammenlebens entwickelt sich zwischen den Wohnpartnern oft eine enge Beziehung, die auch nach Beendigung der Wohnpartnerschaft weiter gepflegt wird.
Das gegenseitige Geben und Nehmen ist recht erfolgreich. Allein in den Jahren 2008 bis 2011 konnte der Seniorentreff Neuhausen in München 115 Studenten und Auszubildenden auf diesem Weg ein vorübergehendes Zuhause vermitteln und gleichzeitig 115 älteren Alleinstehenden oder Ehepaaren einen Mitbewohner.
Wenn Sie sich für Wohnen für Hilfe interessieren, melden Sie sich bitte bei:
Ursula Schneider-Savage, Seniorentreff Neuhausen e.V., Wohnen für Hilfe,
Leonrodstraße 14b, 80634 München, Tel.: 089/168060, E-Mail: wfh @seniorentreff-neuhausen.de