Vorgeschlagene Neuregelung der Verkehrssituation im Wohngebiet Pfarracker/Ganghoferstraße/Keplerstraße findet keine Mehrheit

Mittwoch, 05. Oktober 2016

Mit der Eröffnung der Straßenunterführung war das Ziel verbunden, 80% des Verkehrs aus dem Wohngebiet Beim Pfarracker, der Ganghoferstraße und der Keplerstraße über die Dieselstraße zu leiten. Mehrwöchige Verkehrs- und Geschwindigkeitsmessungen haben ergeben, dass der Verkehr seit Eröffnung der Straßenunterführung in der Keplerstraße von ehemals täglich 3.700 Fahrzeugen im Jahr 2012 auf 2.420 Fahrzeuge im Jahr 2016 gesunken ist. Dahingegen hat der Verkehr im Pfarracker zwischen 2010 und 2016 von täglich 1.542 auf 2.212 Fahrzeuge zugenommen.
In einer Informationsveranstaltung mit den Anwohnern Anfang September 2016 hat die Stadtverwaltung fünf Varianten präsentiert, wie der Verkehr in diesem Wohngebiet reduziert werden könnte und dabei die jeweiligen Vor- und Nachteile aufgezeigt. Auch einige Bürger haben Vorschläge unterbreitet. Als geeignetste Lösung schlug die Stadtverwaltung vor, künftig die Einfahrt in die Straße Beim Pfarracker von der Carl-von-Linde-Straße und Hauptstraße mittels Einbahnregelung zu unterbinden. Somit wäre die Zufahrt zum Wohngebiet noch über die Keplerstraße möglich gewesen.
Mit den neuen Einbahnregelungen sollte die Durchfahrt durch das Wohngebiet  bewusst unattraktiv gestaltet  und der Hauptverkehrsstrom über die dafür vorgesehene Dieselstraße gelenkt werden.
Sowohl bei der Bürgerinformationsveranstaltung als auch im Stadtrat herrschte Einigkeit, dass es keine einfache Lösung gibt, um das Verkehrsverhalten der Autofahrer zu lenken. Nach intensiver Beratung im Umwelt- und Verkehrsausschuss mit einer Patt-Abstimmung sowie abschließend im Stadtrat fand sich mit 11 Ja-Stimmen und 14 Nein-Stimmen keine Mehrheit für die vorgeschlagene Variante. Auch ein in der Sitzung aus den Reihen des Stadtrates gestellter Änderungsantrag, das Einfahren von der Carl-von-Linde-Straße in den Pfarracker durch ein Abbiegeverbot zu unterbinden, wurde mehrheitlich abgelehnt. Vielmehr sollen nochmalig in Auftrag gegebene Messungen der täglichen Durchfahrtszahlen sowie Geschwindigkeitsmessungen dazu dienen, die Situation weiter zu beobachten. Die Verwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger bei Fahrten durch die Straßenunterführung, in Richtung Gewerbegebiet bzw. Raiffeisenstraße/Bezirksstraße, die eigens dafür ausgebaute Dieselstraße zu nutzen und damit für die Entlastung des Wohngebietes zu sorgen.