Viele Fragen zur S-Bahn

Dienstag, 29. Juni 2010
Wirtschaftsminister antwortet der NordAllianz

Wirtschaftsminister antwortet der NordAllianz

Die Stadt hat sich bereits im Dezember letzten Jahres an den Bayerischen Wirtschaftsminister Zeil gewandt, um darin ihr Bedauern über das Ergebnis des Gutachtens zur Flughafenanbindung aus Unterschleißheimer Sicht auszudrücken. Dabei wurde aus städtischer Sicht die Entscheidung für den Ostkorridor bei der Flughafenanbindung bedauert, hatte die Stadt doch gehofft, mit dem Ausbau der Strecke der S 1 auch eine entsprechende Verbesserung des Lärmschutzes erreichen zu können. Im März dieses Jahres haben sich die Bürgermeister der Nordallianz nochmals gemeinsam an den Minister gewandt, indem sie ihrer Sorge um die aus ihrer Sicht drohenden Verschlechterungen beim geplanten Betrieb der S1 und S8 Ausdruck verliehen. So ist vorgesehen, dass die S1 statt bisher alle 20 Minuten zukünftig zwar alle 15 Minuten fahren soll, was aber in Richtung Flughafen eine geringere Taktfrequenz bedeutet. Der Flughafen würde dann nicht drei Mal pro Stunde, sondern nur 2 Mal angefahren werden. Darüber hinaus gibt es Überlegungen, die S1 zukünftig in der neu zu bauenden zweiten Münchner Stammstrecke fahren zu lassen. Diese wird zur Entlastung der vorhandenen Stammstrecke zwischen Laim und Ostbahnhof geplant. Sie verläuft parallel zur vorhandenen Strecke und wird nur Haltestellen am Hauptbahnhof, Marienhof (nicht Marienplatz!) und Ostbahnhof erhalten. Das bedeutet für alle Unterschleißheimer, dass sie ? um zum Beispiel den Stachus, Marienplatz oder den Rosenheimer Platz zu erreichen ? umsteigen müssten. Leider hat das Antwortschreiben von Minister Zeil nicht die erhofften Antworten gebracht. So hält er den Flughafen auch nach der Umplanung für direkt und gut erreichbar. Seiner Aussage nach kompensiert der verbesserte 15-Minuten-Takt den Wegfall der hochfrequentierten Haltepunkte entlang der Linie zwischen Laim und Ostbahnhof. Leider erhielten die Bürgermeister trotz aller Details keine Aussage, bis wann diese Projekte umgesetzt werden sollen. Die Stadt wird auch weiterhin den Planungsprozess intensiv beobachten und vehement die Interessen ihrer Bürger und Unternehmen einfordern.