Unterschleißheimer zu Gast in Le Crés

Donnerstag, 11. September 2008
Städtepartnerschaft mit Le Crés agil und lebhaft wie eh und je

Städtepartnerschaft mit Le Crés agil und lebhaft wie eh und je

Pierre Bonnal (r.) und Rolf Zeitler freuten sich über das Wiedersehen.

Pierre Bonnal (r.) und Rolf Zeitler freuten sich über das Wiedersehen.

Völlig unblutig und für die Teilnehmer eine große sportliche Herausforderung ist der Stierkampf in Le Crés, ein Teil des dortigen Stadtfestes.

Völlig unblutig und für die Teilnehmer eine große sportliche Herausforderung ist der Stierkampf in Le Crés, ein Teil des dortigen Stadtfestes.

Manadiers, stolze Reiter auf schneeweißen Camargue-Pferden, reiten durch Le Crés.

Manadiers, stolze Reiter auf schneeweißen Camargue-Pferden, reiten durch Le Crés.

Einer der Höhepunkte der diesjährigen Reise in unsere Partnerstadt und zu deren Stadtfest war sicher der Stierkampf in der Arena von Le Crés. Dieser verläuft für Mensch und Tier vollkommen unblutig. Es müssen dem gereizten und schnellen Stier die ?cocarde? zwischen den Hörnern und dann die Schnüre um die Hörner mit einem kleinen Haken weggezogen werden, was enorme Geschicklichkeit erfordert ? auch im Wegrennen und im Sprung über die Banden und möglichst hoch an die schützende Wand dahinter. Aufregend und spannend ist es auch, wenn die ?Manadiers? auf ihren weißen Camargue-Pferden mit einem oder mehreren Stieren in ihrer Mitte und vielen Jugendlichen hinterher durch die Stadt jagen oder wenn die selbst ernannten jungen Toreros am Abend auf dem eingezäunten Rathausplatz dem "wilden" Stier durch waghalsige Sprünge auf umgebaute Autos entkommen.

Aber auch außerhalb dieses Stadtfestes mit Pferden, Stieren und viel Musik wurde den Gästen aus Bayern so manches geboten. Gleich am ersten Tag stand eine Fahrt in das 2000 Jahre alte Nîmes mit seiner gut erhaltenen Arena, dem "Maison Carrée", den bezaubernden Gärten de la Fontaine und der wunderschönen Altstadt auf dem Programm. Natürlich wurde auch diesmal wieder ein ganz besonderer Weinkeller besichtigt. In einer aufgelassenen Gipsmine, 80 Meter tief unter der Erde, reihen sich kilometerlang Fass an Fass. Eine Licht- und Tonshow brachte alles richtig zur Geltung und bei der Weinprobe konnte man sich von der Qualität der dort lagernden Weine aus der Region überzeugen. Nach den kulinarischen Genüssen kamen auch die kulturellen Interessen zu ihrem Recht und wir besichtigten die überwältigende Kathedrale von Narbonne.

Die 44 Unterschleißheimer, die dieses abwechslungsreiche Programm begeistert miterlebten, bewältigten die knapp 1200 Kilometer in ganz unterschiedlichem Tempo. Schnell, aber mit Umsteigen, ging es per Flugzeug. In zwei Tagen mit Besichtigungen in der Schweiz und in Frankreich genossen die Busfahrer die Strecke und in 14 Tagen mit dem Einsatz aller Muskelkraft strampelten die vier Radler in ihrer eigenen Tour de France Richtung Montpellier.

Für alle war die Zeit mit den vielen wunderschönen Eindrücken wieder viel zu schnell vergangen und man traf sich beim festlichen Abschiedsabend mit wunderbarem Essen, Musik und Tanz bis in die späte Nacht. Die Dankesworte und Zukunftsperspektiven, die unser Erster Bürgermeister Rolf Zeitler und der Bürgermeister Pierre Bonnal von Le Crès formulierten, waren natürlich aus dem Herzen aller gesprochen, freuen wir uns doch schon wieder auf den Besuch unserer französischen Freunde im nächsten Jahr und auf viele weitere fröhliche und freundschaftliche Begegnungen im Rahmen der schon 35 Jahre bestehenden Partnerschaft.

Ursula Metzner
Präsidentin des Partnerschaftskomitees