Unterschleißheimer Positivplanung hat sich bewährt

Montag, 07. März 2011
Mobilfunkstrahlung weit unter den gesetzlichen Grenzwerten

Mobilfunkstrahlung weit unter den gesetzlichen Grenzwerten

Die Mobilfunkstrahlung liegt in Unterschleißheim deutlich unter dem gesetzlich zulässigen Grenzwert. Die Werte in Unterschleißheim erreichen im Gesamtdurchschnitt aller 27 Messorte nur 3,11 % des geltenden Grenzwertes, die für vergleichbare bayerische Städte bei über 5 % liegen.
Dieses Ergebnis brachte eine Untersuchung des TÜV-Süd. Bei der aktuellen Untersuchung des TÜV-Süd wurden die Werte, die bereits 2004 gemessen wurden, mit den 2010 gemessenen Werten verglichen. An 27 Messpunkten ? 22 waren es bei den vorangegangenen Erhebungen ? wurden dazu vor allem an besonders sensiblen Stellen wie bei Kindergärten und Schulen, aber auch in Wohnanlagen in unmittelbarer Nähe von Sendemasten die elektromagnetischen Felder erfasst. Das Ergebnis belegt, dass an allen Messpunkten in Unterschleißheim die Grenzwerte der betreffenden Bundesimmissionsschutzverordnung noch unter dem bayernweiten Durchschnitt erheblich unterschritten wurden.
Der TÜV-Süd hat in seiner Messung auch verglichen, wie sich die Werte an den 22 Punkten entwickelt haben, an denen bisher die Strahlung erfasst wurde. Hier hat sich gezeigt, dass die Messergebnisse nahezu konstant geblieben sind. Wurde 2008 ein Wert von 2,44 % ermittelt, 2009 ein Wert von 2,36 %, so ist für 2010 lediglich eine geringfügige Erhöhung auf 2,65 % festzustellen. Weil die Mobilfunkanlagen aktuell zu mehr als 90 % ausgelastet sind und ein weiterer Ausbau angesichts der rasanten Technikentwicklung mit immer höheren Übertragungsraten seitens der Betreiber mittelfristig zu erwarten ist, soll gemeinsam das erfolgreiche Modell der Unterschleißheimer Positivplanung weiter umgesetzt werden.
Insgesamt kann aus den kontinuierlichen Messungen geschlossen werden, dass die Positivplanung der Stadt Unterschleißheim als vorausschauende Vorsorgemaßnahme ? damals als Modellprojekt erstmalig im Landkreis initiiert ? heute bestmögliche Wirkung zeigt.
Gerade deshalb, weil ein Teil der jüngsten Funkmasten auf städtischen Flächen stehen, konnte vor allem ein nicht steuerbarer Wildwuchs auf Privatgebäuden unterbunden werden.
Denn in diesen Fällen hätte die Stadt keine Mitsprachemöglichkeiten.
Vor allem der von der Stadt ausbedungene Abbau der problematischen Sendeanlage auf einem Privatdach im Klosterfeld ist das nutzbringende Ergebnis der aktiven Planung gemeinsam mit den Mobilfunkanbietern. Dieser Unterschleißheimer Weg zum Vorsorgeschutz der Bürgerinnen und Bürger hat sich also bestens bewährt und wird im Bedarfsfall auch künftig Richtschnur für weitere Aktivitäten bleiben.