Technischer Defekt im Pumpwerk Berglwald - Ausfall der Wasserversorgung schnellstmöglich wieder behoben

Mittwoch, 04. Mai 2016

Das Wasserwerk des Zweckverbandes Wasserförderung Ober- und Unterschleißheim mit seiner Pumpanlage im Berglwald, das die beiden Kommunen mit Trinkwasser versorgt, gehört mit zu den modernsten seiner Art. Gleichwohl bietet auch ein noch so hoher technologischer Standard keine Garantie, dass technische Störungen generell ausgeschlossen werden können.
So kam es heute Mittwoch, den 04.05.2016, frühvormittags zu einem Ausfall der Wasserversorgung, der dank des schnellen und professionellen Eingreifens der Verantwortlichen im Wasserwerk schnellstmöglich wieder behoben werden konnte.

Der Versorgungsausfall wurde unmittelbar nach Auftreten gegen 08.30 Uhr von Mitarbeitern des Wasserwerkes in der Schaltzentrale des Pumpwerkes festgestellt. Das Meldebild ergab eine technische Störung der sog. „BUS-Verbindung“, d.h. eines elektronischen Bauteils zur computergesteuerten Datenverbindung in der Systemleittechnik, die die Pumpen für die Druckerhöhung steuert.
Hierdurch ist es zu einem Ausfall der erforderlichen elektrischen Steuerspannung und damit zu einem Komplettausfall der Steuerung gekommen.
Sofort wurde im Rahmen des Notfallmanagements versucht, dieses Problem durch das vorhandene im Wasserwerk stationierte Notstromaggregat zu lösen, was allerdings durch den Steuerungsausfall nicht gelang.
Umgehend wurden externe Spezialisten von Fachfirmen und auch der Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd hinzugezogen. Durch eine Zuschaltung der Wasserversorgung des Zweckverbandes Freising-Süd im Rahmen eines gemeinsamen Netz-Verbundes konnte in Unterschleißheim daraufhin nach kurzer Zeit wieder eine Grundversorgung gesichert werden.
Parallel konnte durch ein externes Notstromaggregat die nötige elektrische Steuerspannung für den Eigenbetrieb in Gang gesetzt werden, sodass gegen 10.25 Uhr wieder der Pumpbetrieb und damit die Wasserversorgung in Ober- und Unterschleißheim reibungslos funktionierte.
Schließlich stellte auch die Unterschleißheimer Feuerwehr noch ein größeres Notstromaggregat für alle Fälle zu Verfügung.
Nach Aussage des Zweckverbandes Wasserversorgung Ober- und Unterschleißheim hat das Pumpwerk in vielerlei Hinsicht sog. Redundanzen, die sicherstellen, dass bei Ausfall von technischen Gerätschaften diese anderweitig überbrückt werden können, was allerdings nicht für alle Fälle ausnahmslos möglich ist.
Der heutige Defekt wird zum Anlass genommen, eine umfassende Ursachenanalyse vorzunehmen und zu klären bzw. Maßnahmen durchzuführen, ob und wie derartige Störungen generell  verhindert werden können.          
Der letzte ähnliche Versorgungsausfall ereignete sich im Jahr 2007 und zeigt, dass die Störungswahrscheinlichkeit beim Unterschleißheimer Wasserwerk sehr gering ist.

Die Stadt Unterschleißheim dankt an dieser Stelle allen beteiligten Mitarbeitern des Wasserwerkes beim Zweckverband Wasserförderung Ober- und Unterschleißheim sowie der Wasserversorgungsgruppe Freising-Süd und nicht zuletzt auch der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim für ihr rasches und professionelles Handeln, was auch der Grund für die schnelle Behebung des Versorgungsausfalles war.