Studie zur Einzelhandelssituation in Unterschleißheim

Dienstag, 10. Januar 2012

Bereits in seiner Sitzung im Juli 2011 beschloss der Stadtrat die Ausarbeitung einer Studie zur aktuellen Situation des Einzelhandels in Unterschleißheim.
Darin soll eine Bestandsaufnahme aller bestehende Versorgungsstrukturen vorgenommen werden und eine Bewertung, welche Angebotssortimente in der Stadt bereits ausreichend vorhanden sind und welche noch unterräpresentiert sind oder gar fehlen. Zudem sollen die Defizite an Angeboten und vor allem die dadurch enstehenden Auswirkungen aufgezeigt werden, um eine gesicherte Datenbasis für mögliche Neuansiedlungen zu erhalten mit der klaren Maßgabe, dass bestehende Einkaufsstrukturen nicht nachhaltig beeinträchtigt oder gefährdet werden dürfen. Bisher ist eine derartige Datengrundlage in aktueller Form noch nicht vorhanden. Die letzte Studie, welche vor allem der Entwicklung in der Bezirksstraße gewidmet war, stammt aus den Jahren 2004/2005 und ist veraltet.
Hintergrund sind immer wieder Anfragen und Anträge von Projektentwicklern und Investoren, die zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten in unterschiedlicher Form an unterschiedlichen Standorten schaffen wollen. Zudem ist es städtebauliche Aufgabenstellung der Stadt, für eine ausreichende und nachhaltige Einkaufssituation in umfassender Hinsicht zu sorgen, um dadurch die Attraktivität der Stadt hinsichtlich genereller Einkaufsmöglichkeiten für Bürger und Unternehmen zu erhalten und weiter auszubauen.
Inzwischen sind nun mehrere neue Einzelhandelsvorhaben wie z.B. das UEZ an der Morse-/Landshuter Straße oder am Münchner Ring geplant und auch realisiert worden. Die eingetretenen Änderungen und deren Auswirkungen sollen nun detailliert untersucht und ausgewertet werden. Mit der neuen Studie erhofft sich der Stadtrat nun die Datengrundlage zu verbessern.
Die zwischenzeitlich in einer 1. Phase vorliegende Teilstudie, die noch nicht vollständig abgeschlossen ist und nur eine Zwischenstand darstellt, zeigt im Ergebnis, dass in Unterschleißheim in allen Sortimenten der Grundversorgung, wie Lebensmittel oder Drogeriebedarf, eine Überversorgung besteht, während für viele andere Sortimente das Angebot bei weitem nicht die Nachfrage und das Kaufkraftpotential abdeckt. Der Stadtrat wird sich intensiv damit beschäftigen.

Teilergebnis der BBE-Studie