Städtebaulicher Realisierungswettbewerb "Hollern-Süd" entschieden

Dienstag, 22. April 2008

Josef Diehl (Zweiter Bürgermeister, links im Bild) übernahm die Preisverleihung des städtebaulichen Wettbewerbs Hollern Süd. Daneben v.l.n.r.: Albert Dischinger (3. Preis), Tobias de la Ossa mit Landschaftsarchitekt Horst Kübert (1. Preis) und Christof Maas (2. Preis)

Josef Diehl (Zweiter Bürgermeister, links im Bild) übernahm die Preisverleihung des städtebaulichen Wettbewerbs Hollern Süd. Daneben v.l.n.r.: Albert Dischinger (3. Preis), Tobias de la Ossa mit Landschaftsarchitekt Horst Kübert (1. Preis) und Christof Maas (2. Preis)

Für die Fläche am südöstlichen Siedlungsrand zwischen der B13, der Südlichen Ingolstädter Straße und einem Biotop hat die Stadt Planungsideen gesucht. Die wurden jetzt im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs gefunden. Das Preisgericht hat am 07. April getagt und entschieden, den ersten Preis an das Büro Tobias de la Ossa aus München zu vergeben. Es hat am besten die Vorgaben umgesetzt: Auf dieser derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Fläche sollten Vorschläge geliefert werden, die die alternative Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes zu den hauptsächlich vorgesehenen Wohnbauflächen berücksichtigen. Im Zuge der Planungen sollten auch Vorschläge erarbeitet werden, wie das Biotop auf dem nördlichen Planungsgebiet gesichert werden und wo ein weiteres Kinderhaus realisiert werden könnte. Acht Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten haben sich dieser Aufgabe gestellt. Der Gewinner, Tobias de la Ossa, sieht in seiner Arbeit eine Gliederung des Gebietes in drei Baugruppen entlang der Gebietsränder vor, in deren Mitte ein großer zentraler Quartierspark entsteht, der vom Biotop im Norden bis zu einem möglichen Supermarkt im Süden reicht. In diesem Grünraum verläuft auch der Hauptfuß- und Radweg. Die Wohnbereiche bestehen aus maximal fünf Einheiten mit unterschiedlichen Gebäudetypen. Dabei sind Wohnformen für mehrere Generationen bis zum Singlehaushalt denkbar. Die Südliche Ingolstädter Straße als Haupterschließungsstraße wird durch eine einseitige Alleeanpflanzung unterstrichen. Der Supermarkt orientiert sich zur Südlichen Ingolstädter Straße, das Kinderhaus befindet sich im Norden im unmittelbaren Anschluss an das Biotop und ist direkt von der Südlichen Ingolstädter Straße erschlossen. Die große Variabilität und die individuelle Nutzung der Gebäude haben die Preisrichter dazu veranlasst, diesen Vorschlag mit dem ersten Preis zu bedenken. Die Ideen dieses Entwurfes werden nun im weiteren Verfahren der Flächennutzungs- und Bebauungsplanaufstellung einfließen. Die Wettbewerbsarbeiten können interessierte Bürger noch bis Ende April im Foyer des dritten Obergeschosses im Rathaus einsehen.