Stadt setzt sich für Erhalt ein - Abbau von öffentlichen Telefonen geplant

Donnerstag, 10. März 2016

Nicht mehr kostendeckend. Wie diese Anlage in der Lilienstraße, sollen 7 von 18 öffentlichen Telefonen abgebaut werden

Früher ein oft genutztes Kommunikationsmittel, können die öffentlichen Telefonstellen heute oftmals nicht mehr kostendeckend durch den Anbieter betrieben werden. Aus diesem Grund betreibt die Deutsche Telekom das Programm „Rückbau unwirtschaftlicher öffentlicher Telefonstellen“, das auch öffentliche Telefone in Unterschleißheim betrifft.
Der Grund für die stetig gesunkenen Einnahmen sind die inzwischen erreichte Vollversorgung der Haushalte mit privaten Telefonanschlüssen, die Zunahme der Mobiltelefone bei den Bürgern und der Anstieg neuer Kommunikationsformen wie SMS, eMail, Twitter, WhatsApp usw. Damit ist nach Angabe der Telekom der wirtschaftliche Betrieb einiger Standorte nicht mehr möglich.
Der aktuell geplante ersatzlose Abbau der Standorte betrifft die öffentlichen Telefone in der Bezirksstraße 5a, Buchenstraße 27, Echinger Straße 3, Eschenstraße 42, Fastlingerring 115, Furtweg/Am See 92 und Lilienstraße 2. Die Abbaumaßnahmen sollen noch in diesem Jahr stattfinden. Damit würden nur noch elf öffentliche Telefone im Stadtgebiet verbleiben.
Die Stadt selbst hat keine Möglichkeiten, den Abbau zu verhindern. Die Stadtverwaltung hat bereits 2013 in einer Stellungnahme gegenüber der Telekom dargelegt, dass sie einem ersatzlosen Abbau der Telefonzellen nicht zustimmen kann, da die Anlagen für einen Teil der Bevölkerung und auch im akuten Notfall von wichtiger Bedeutung sein können. Deshalb wird die Stadtverwaltung auf Beschluss des Grundstücks- und Bauausschusses auch dieses Mal auf die Telekom dahingehend einwirken, vom geplanten Abbau abzusehen.