Stadt muss vor Baubeginn der Ampelanlage für Kreuzung Riedmoos Stellungnahme Oberschleißheims abwarten

Dienstag, 19. Februar 2013

Nachdem die Stadt Unterschleißheim sich seit rund zehn Jahren für eine Entschärfung der Verkehrssituation in Riedmoos an der Kreuzung der Staatsstraße 2342 mit der Birkhahnstraße eingesetzt hatte, wurde vergangenen Herbst nun wie berichtet eine Ampellösung im Umwelt- und Verkehrsausschuss des Stadtrats beschlossen. Da sich der betreffende Bereich jedoch auf Oberschleißheimer Flur befindet, bedarf die von der Stadt Unterschleißheim angestrebte Lösung auch der Zustimmung der Gemeinde Oberschleißheim, die daher um ihre Stellungnahme gebeten wurde. Die Gemeinde Oberschleißheim hat nun mitgeteilt, dass der Vorschlag Unterschleißheims zur Planung einer Ampelanlage zunächst zur Vorberatung in den eigenen Umwelt- und Verkehrsausschuss verwiesen und anschließend im Gemeinderat behandelt wird. Mit einer Entscheidung sei daher vor Mitte Mai nicht zu rechnen.

Die Stadt Unterschleißheim hatte bereits seit dem Jahr 2002 um eine Lösung zur Entschärfung der gefährlichen Situation beim Überqueren der Staatsstraße gerungen. Da sich die Staatsstraße jedoch in der Zuständigkeit des staatlichen Straßenbauamtes befindet und der fragliche Bereich eben auf Oberschleißheimer Flur liegt, mussten mehrere umfangreiche und zeitintensive Verhandlungen mit der Behörde und der  Nachbargemeinde geführt werden. Behördlicherseits waren Gutachten verlangt und mehrere von Unterschleißheim eingebrachte Lösungsentwürfe abgelehnt worden. Nach einem weiteren Verkehrsgutachten konnte jedoch vergangenen Herbst schließlich eine Lösungsvariante ausgearbeitet werden, der inzwischen auch das staatliche Straßenbauamt zugestimmt hat. Diese sieht eine Ampelanlage und die Schaffung von Abbiegespuren vor, zudem soll ein zusätzlicher Radweg nördlich der Fahrbahn der Birkhahnstraße zur geordneten Straßenquerung in Richtung des bestehenden Radweges von Oberschleißheim nach Unterschleißheim errichtet werden, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Die Kosten dafür werden ausschließlich von  der Stadt Unterschleißheim getragen, die zu dieser Investition zu Gunsten der Sicherheit der Riedmooser Bürgerinnen und Bürger gerne bereit ist.

Dennoch ist eine Zustimmung Oberschleißheims unabdingbar, da die Realisierung der favorisierten Lösungsvariante Grundstücke im Eigentum der Gemeinde Oberschleißheim tangiert. Somit ist ein Baubeginn der Ampelanlage nicht möglich, bevor Oberschleißheim diesbezüglich zu einer hoffentlich positiven Entscheidung im Unterschleißheimer Interesse kommt. Diese ist laut der Gemeinde Oberschleißheim jedoch erst nach einer Vorberatung im Umwelt- und Verkehrsausschuss und einem anschließenden Beschluss im Gemeinderat, frühestens Mitte Mai, möglich. Bleibt zu hoffen, dass im Anschluss die dringend nötige Maßnahme schnell umgesetzt werden kann.