Stadt findet Lösungen für Betreuungsengpass an der Ganghoferschule

Donnerstag, 16. Juni 2016

Liebe Unterschleißheimerinnen und Unterschleißheimer,

der Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten steigt nicht nur bei den Kleinkindern, sondern auch an unseren Schulen. Mit der Einrichtung von zwei neuen Hortgruppen zum kommenden Schuljahresbeginn wird die Stadtverwaltung kurzfristig auf einen im April dieses Jahres bekannt gewordenen Betreuungsengpass am Standort Ganghoferschule reagieren. Dieser kurzfristigen Lösung werden mittel- und langfristige Maßnahmen folgen müssen, um den Bedarf an Betreuungsmöglichkeiten auch in den kommenden Jahren zu decken.

Derzeit verfügt der Standort Ganghoferschule über 160 Hortplätze und rund 80 Plätze in der Mittagsbetreuung die von insgesamt 82% der Grundschüler genutzt werden. Nach relativ konstanten Schülerzahlen und Betreuungsquoten in den Vorjahren erreichte die Stadt Unterschleißheim im April dieses Jahres allerdings die Nachricht, dass es aufgrund deutlich gestiegener Anmeldezahlen zu einem größeren Engpass mit knapp 40 fehlenden Plätzen im Schuljahr 2016/17 kommen würde. Grund hierfür sind nicht etwa steigende Schülerzahlen, sondern eine sprunghaft gestiegene Quote auf nahezu 100 Prozent beim Betreuungsbedarf.

Aus meiner Sicht herrschte hier umgehender Handlungsbedarf, weshalb im jüngsten Hauptausschuss über einen Grundsatzbeschluss zur weiteren Vorgehensweise beraten wurde. Durch die Umnutzung entsprechender Räumlichkeiten und die zusätzliche Bereitstellung von Personal durch die Caritas sollen, vorbehaltlich der Zustimmung des Landratsamtes als Aufsichtsbehörde, zum kommenden Schuljahr kurzfristig zwei neue Betreuungsgruppen realisiert werden, um so die fehlenden Betreuungsplätze zu schaffen. Darüber hinaus sollen kleinere Erweiterungsflächen für die Mittagsbetreuung im Schulgebäude nutzbar werden.

Dass es sich dabei nur um eine befristete Maßnahme handeln kann ist allen Beteiligten klar. Um den Bedarf an Betreuungsplätzen auch auf lange Sicht zu sichern, sind mittel- und langfristige Maßnahmen nötig. Denkbar wäre hier beispielsweise die mittelfristige Aufstockung des vorhandenen Containerbaus um zwei Gruppen für 40 Schüler oder mit Blick auf das kürzlich erarbeitete Schulkonzept größere bauliche Maßnahmen am gesamten Schulstandort.

Durch den einstimmigen Beschluss des Hauptausschusses kann damit dank der Unterstützung dieser kurzfristigen Maßnahmen durch die Schulleitung sowie die Träger der Betreuungseinrichtungen (Caritas und Nachbarschaftshilfe) die Betreuungssituation vorerst auf jeden Fall gesichert werden.

Ihr
Christoph Böck