Soziale Einrichtung nimmt Arbeit auf - Betreuungseinrichtung für minderjährige Flüchtlinge und Menschen mit seelischer Behinderung

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Das Wohnprojekt der Regenbogen Wohnen gGmbH hat ihre neuen Räume in der Feldstraße 29, gegenüber dem Haus am Valentinspark, bezogen. Dort leben nun 68 erwachsene Menschen mit einer seelischen Behinderung. Sie werden mit unterschiedlichen Betreuungsangeboten von Fachkräften begleitet. Es gibt vollstationäre und ambulante Angebote.
Das Erdgeschoss des Gebäudes wird künftig von der sozialen Beratungsstelle „Condrobs“ genutzt, um minderjährige Flüchtlinge im Auftrag des Kreisjungendamtes des Landkreises München zu betreuen. Hierzu finden aktuell Beratungen zwischen „Condrobs“ und dem Kreisjugendamt, über Art und Umfang der künftigen Betreuungsleistungen, statt.

Condrobs, gegründet 1971, ist einer der größten überkonfessionellen Träger für soziale Hilfsangebote in Bayern und anerkannter Träger der Jugendhilfe. Bereits seit 2010 realisiert und organisiert Condrobs Integrationsprojekte mit unbegleiteten Flüchtlingen in mittlerweile über 20 Einrichtungen in ganz Bayern. Dabei stehen stets die soziale Integration und die Entwicklung von sicheren und friedlichen Perspektiven im Vordergrund. In der Feldstraße 29 in Unterschleißheim werden in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt München zwei Wohnprojekte für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und junge Flüchtlinge im Erdgeschoss des Hauses umgesetzt werden.
Voraussichtlich werden die Maßnahmen vor Ort ab Anfang Dezember dieses Jahres umgesetzt werden.

Das Wohnprojekt von Regenbogen Wohnen im ersten bis fünften Geschoss richtet sich an Menschen, die einen festen Rahmen sowie eine engmaschige strukturgebende Hilfe benötigen und für die deshalb eine ambulante medizinische Rehabilitation nicht ausreicht. Insgesamt können 86 Appartements belegt werden.

Die Menschen, die hier wohnen und noch wohnen werden, haben die Chance, ihren Lebensalltag so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten. So will es die UN Behindertenrechtskonvention, zu deren Umsetzung sich  im Jahr 2006 neben Deutschland,  weitere 158 Länder verpflichtet haben.

In dem geschützten Bereich werden hauptsächlich Menschen aufgenommen, welche zeitweise wegen Selbstgefährdung einen höheren Betreuungsschlüssel und einen besonderen Schutz benötigen.

Ziel der Arbeit des Wohnprojektes ist es, dass die zu Betreuenden wieder ein Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft entwickeln. Sie trainieren unter fachlicher Begleitung die Fähigkeiten zur Selbstversorgung und Eigenständigkeit. Sie erlernen Verhaltensweisen, um soziale Beziehungen aufnehmen und erhalten zu können und damit der Isolation entgegen zu wirken.

Regenbogen Wohnen begleitet seit 30 Jahren Menschen mit einer seelischen Behinderung in ganz Oberbayern. Die stationären Einrichtungen, u.a. an den Standorten Ernsgaden, Neuburg/Donau, Garching und Ruhpolding, werden von der Öffentlichkeit sehr gut angenommen und von dort auch unterstützt.

Das Leitbild von Regenbogen Wohnen beinhaltet, den Menschen mit einer seelischen Behinderung eine größtmögliche Normalität im Alltag zu ermöglichen. Deshalb gehört es zu den wichtigsten Aufgaben des Trägers, die Öffentlichkeit mit diesen Menschen vertrauter zu machen. Um allen Interessierten einen Einblick in die konkrete Arbeit geben zu können, wird derzeit ein Informationsabend am 17.11.2016 um 18:30 Uhr geplant.