Rege Teilnahme am Besichtigungstermin - Teil eines Bürogebäudes in der Siemensstraße wird Asylbewerberunterkunft

Donnerstag, 21. April 2016

Landrat Göbel und Bürgermeister Böck luden die Öffentlichkeit ein, eine Etage der neuen Asylbewerberunterkunft zu besichtigen.

Die Unterbringung von Asylbewerbern ist für den Landkreis München eine Herkulesaufgabe. Nachdem Anfang des Monats eine Unterkunft für bis zu 400 Asylbewerber auf dem Gelände des neu entstehenden Business Campus bezogen wurde, werden Ende April die ersten Asylbewerber in ein eigens dafür teilweise umgebautes Bürogebäude in der Siemensstraße einziehen.
Landrat Göbel und Bürgermeister Christoph Böck hatten Anfang dieser Woche die Öffentlichkeit eingeladen, eine Etage der künftigen Unterkunft zu besichtigen. Die Zwei-, Drei- und Vierbettzimmer bieten in dem Gebäude Platz für bis zu 257 Menschen. Es ist die erste Sammelunterkunft in Unterschleißheim, die sich auch für die langfristige Unterbringung von Familien eignet. Hierfür ist eigens eine ganze Etage reserviert. Die neuen Bewohner kommen zunächst aus den Traglufthallen in Haar und Taufkirchen. Die Sozialbetreuung wird von Alveni geleistet. Landrat und Erster Bürgermeister dankten bei dem Termin den vielen Helfern für ihre ehrenamtliche Arbeit, aber auch den Bürgerinnen und Bürgern, die die Asylbewerber bislang immer freundlich empfangen haben.
Die Einrichtung bietet neben mehr Privatsphäre auch genügend Platz für Gemeinschaftsräume, Kinderspielecke und die Sozialbetreuung. Ebenfalls ist es den Asylbewerbern in der Einrichtung nun möglich selber zu kochen, was in den Notunterkünften, in denen sie derzeit noch untergebracht sind, nicht möglich ist.
Die neuen Prognosen des Landratsamtes über die im Jahr 2016 unterzubringenden Asylbewerber wurden kürzlich nach unten korrigiert. Dadurch, dass derzeit weniger Flüchtlinge nach Deutschland kommen, wurde die Zahl der Asylbewerber, für die in Unterschleißheim Unterbringungsplätze geschaffen werden müssen, von 722 auf 608 reduziert. Mit der neuen Unterkunft ist die Stadt diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Derzeit gibt es noch 57 Unterbringungsplätze in der Containeranlage in der Nördlichen Ingolstädter Straße, 400 Plätze auf dem Business Campus und 70 Plätze im A1 Wohnheim im Gewerbegebiet.
Die Plätze in der Containeranlage und auf dem Business Campus sind nur bis Ende des Jahres 2016 ausgelegt. Deshalb bemühen sich Stadt und Landkreis derzeit intensiv darum, weitere dauerhafte Einrichtungen zu schaffen.