Partnerschaft mit Ungarn

Freitag, 03. Juli 2009
Ausstellung über Unterschleißheim findet großen Anklang

Ausstellung über Unterschleißheim findet großen Anklang

Bürgermeister Zoltán Gál, Maria Weiß, Wolfgang Christoph und die Dolmetscherin aus Meschge (v.l.n.r.) bei der Ausstellungseröffnung

Bürgermeister Zoltán Gál, Maria Weiß, Wolfgang Christoph und die Dolmetscherin aus Meschge (v.l.n.r.) bei der Ausstellungseröffnung

Die Partnerschaft zur ungarischen Region Zengöalja lebt von den vielen herzlichen Begegnungen der Menschen. Eine davon fand im Juni mit Ortsarchivar Wolfgang Christoph statt. Am Fronleichnamstag, den die Ungarn am Sonntag, 14. Juni, feierten, eröffnete er im Rahmen des Dorffestes in Fazekasboda die Ausstellung "Unterschleißheim im Wandel der Zeiten". Im voll besetzten Saal des Kulturhauses der Gemeinde, kurz Boden genannt, überbrachte Wolfgang Christoph bei heißen 35 Grad die Grüße des Stadtrates und des Ersten Bürgermeisters. Er führte das sehr interessierte Publikum durch die Ausstellung und erklärte ausführlich die Geschichte Unterschleißheims. Ein wertvoller Beitrag, der das gegenseitige Verständnis füreinander nachhaltig fördert. Im Namen der Stadt Unterschleißheim legte Wolfgang Christoph dann am neuen Ehrenmal für die deutschen Vertriebenen und Deportierten ein weißblaues Blumengesteck nieder. Diese Feierstunde berührte Jung und Alt sehr, kam doch
wieder die Erinnerung an die große Ungerechtigkeit hoch, durch die damals Unschuldige für die Verbrechen der Nationalsozialisten büßen mussten. Die in heimischer Tracht gekleidete Enkelin einer der Deportierten legte gemeinsam mit ihrer Großmutter unter Tränen einen Blumenstrauß am Denkmal nieder. Alle Beteiligten waren sich einig, dass durch Begegnungen wie diese die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Unterschleißheim und Zengöalja weiter gefestigt werden. Auch der Besuch einer Unterschleißheimer Delegation im kommenden August anlässlich des fünfjährigen Bestehens dieser Verbindung wird dazu beitragen.