Neuer Treffpunkt und Ort der Entspannung zugleich

Donnerstag, 02. Oktober 2008
Lohwasser-Brunnen bereichert Valentispark

Lohwasser-Brunnen bereichert Valentispark

Trotz des Regens kamen gut 100 Gäste und Unterschleißheimer Bürger, um den neuen Brunnen im Valentinspark einzuweihen. Dessen Entwurf geht auf den Künstler und Bildhauer Kurt P. Lohwasser zurück, der in Unterschleißheim gelebt und gearbeitet hat. Mit dem Brunnen würdigt nun die Stadt das Leben und Werk ihres früheren Bürgers Kurt P. Lohwasser. Für seine Witwe, Josy Lohwasser, war es ein großer Tag: Sie erfüllte mit der Einweihung des Brunnens einen Herzenswunsch ihres verstorbenen Mannes. Als Frau Lohwasser der Stadt die Idee vorgestellt hat, das Brunnenmodell ihres Mannes zu realisieren, haben sich die Mitglieder des Werkausschusses und die Kulturreferenten gerne der Aufgabe gewidmet, diese in die Tat umzusetzen. Rund 150.000 Euro hat die Stadt insgesamt in diese künstlerische und durch wassersparende Umwälztechnik auch umweltschonende Brunnenanlage unter Kostenbeteiligung der Kreissparkasse München-Starnberg im Rahmen deren Kulturförderung investiert. Erster Bürgermeister Rolf Zeitler dankte in seiner Ansprache allen Beteiligten, die an der Realisierung mitgewirkt haben. In seiner Rede berichtete er auch, dass es viele Aspekte zu berücksichtigen gab, um die bildhauerische Arbeit, die der Brunnen darstellt, im öffentlichen Raum optimal umzusetzen. Der richtige Platz an dem Kreuzungspunkt der beiden Parkwege war schnell gefunden und er äußerte damit auch den Wunsch, dass der Brunnen ein beliebter Ort der Entspannung und des Verweilens, aber auch zum Treffpunkt mit Freunden wird.
Das verbindende Element zwischen dem Brunnen und dem Valentinspark ist das Geothermieprojekt. Herzstück des Unterschleißheimer Pionierprojektes ist nämlich der Park, von wo aus heißes Thermalwasser unterirdisch zur Fernwärmenutzung auf regenerativer Basis gefördert wird. Beide Dinge haben eben etwas mit Wasser und Rohren zu tun ? und so war es nur logisch, dass der Brunnen in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen Bohrstelle aufgestellt wurde. Frau Dr. Zeiller, Kunsthistorikerin aus München, ging in ihrer Ansprache auf die Zusammenhänge zwischen Technik und Kunst ein. Sie sah in dem Brunnen die ideale Verbindung dieser beiden Thematiken und leitete dies auch aus vielen historischen Gegebenheiten her. Für Zeillinger hat das Kunstwerk in der freien Natur einen idealen Standort erhalten und ist eine Bereicherung für den öffentlichen Raum. Anders als in einem Museum, in dem Kunst verwaltet und vermittelt wird, inspiriert der Brunnen in seiner natürlichen Umgebung die Besucher dazu, sich beliebig oft mit dem Kunstwerk auf individuelle Weise zu beschäftigen.
Mit mehreren Trompetensoli von Fabian Wolny, dem Enkel des Künstlers, und schönen Stücken, die die Stadtkapelle dargeboten hat, wurde diese Feier musikalisch untermalt. Pünktlich zum anschließenden Stehempfang hörte der Regen auf, so dass sich viele kleine Grüppchen noch lange angeregt unterhielten. Die Gäste waren voll des Lobes über die hervorragende Verpflegung mit ausgefallenen Tramezzini und Münchner Pausenstangerln.