Neue Projekte beschlossen - Investition von 100.000 Euro für Vorschläge des Bürgerhaushaltes

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Die Unterschleißheimer Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich mit 107 Vorschlägen am diesjährigen Bürgerhaushalt. In zwei Abstimmungsrunden bewerteten die Teilnehmer ihre Favoriten. Nun hat der Hauptausschuss die Umsetzung der beliebtesten Projekte beschlossen.

Seit drei Jahren gibt es den Bürgerhaushalt schon in Unterschleißheim. In dieser Zeit wurden insgesamt 423 Vorschläge eingereicht. In die Endauswahl schafften es in diesem Jahr 20 ganz unterschiedliche Projekte. Ein Vorschlag darunter wurde auch in den zurückliegenden Jahren mehrfach eingebracht. Hierbei handelt es sich um die Aufstellung von Outdoorsportgeräten für Erwachsene, wie viele sie aus anderen Kommunen oder aus dem Urlaub kennen. Um diesen Wunsch nicht aus Kostengründen abzulehnen, hat sich der Hauptausschuss entschlossen, hierfür 30.000 Euro aus dem Bürgerhaushalt zur Verfügung zu stellen.

Damit sollen erste Erfahrungen gesammelt werden. Wenn sich das Projekt großer Beliebtheit erfreut, kann es in Zukunft um weitere Anlagen erweitert werden.
Darüber hinaus wird aus dem Bürgerhaushalt Geld zur Verfügung gestellt, um es dem Erholungsflächenverein zu ermöglichen, die Toiletten am Unterschleißheimer See zu sanieren. Auch der Wunsch nach schattenspendenden Großbäumen am Spielplatz im Valentinspark sowie die Aufstellung einer ansprechenden Sitzbank im Bereich der Baumbestattungen auf dem Waldfriedhof wird ermöglicht.

Weiterverfolgt wird darüber hinaus der Vorschlag, dass die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten mehr auf bienenfreundliche Bepflanzungen setzt, um Lebensräume für Insekten zu gewinnen. Die damit in Zusammenhang stehende Verbreitung von Informationen in der Öffentlichkeit über geeignete insektenfreundliche Bepflanzungen, die für die Biodiversität eine elementare Rolle spielen, und die Aufstellung von Insektenhotels werden ebenfalls im kommenden Jahr angegangen.

Auch die Ideen einer öffentlichen Fahrradpumpe, die regelmäßige Entfernung ungenutzter Fahrräder von den S-Bahnstationen, eines Kleinanzeigenbrettes im Rathaus, der testweisen Installation von Pfandringen an Mülleimern sowie die Anbringung weiterer Fahrtrichtungspfeile auf den Radwegen der Straßenunterführung fand die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger und der Mitglieder des Hauptausschusses.

Darüber hinaus soll an dem Naturteich im Valentinspark ein Hinweisschild angebracht werden, dass die darin lebenden Wildtiere nicht gefüttert werden dürfen.

Zum Vorschlag für die Einführung einer kommunalen Verkehrsüberwachung wurde bereits im jüngsten Umwelt- und Verkehrsausschuss ein positiver Grundsatzbeschluss getroffen. Der Wunsch im Bereich der Landshuter Straße eine Verbesserung zur Querung für Fußgänger zu erreichen, wurde an den Umwelt- und Verkehrsausschuss zur Prüfung verwiesen. Weitergegeben werden auch drei Anliegen an den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVG) zum Busverkehr, die auf die Optimierung der Buslinien, den Einsatz von Elektrobussen sowie eine bessere Information bei Verspätungen abzielen.