Neue Herberge für Asylbewerber

Dienstag, 22. Dezember 2015

Blick in eines von 28 Zweibettzimmern in der neuen Containeranlage

Pünktlich zum Jahresende hat Unterschleißheim zusammen mit dem Landkreis München eine neue Unterbringung für Asylbewerber in der Stadt geschaffen.
Zu diesem Anlass hat der Landkreis alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Besichtigung eingeladen, bevor die Anlage ab dem 22.12.2015 bezogen wird.
Insgesamt 56 Unterbringungsplätze stehen nun in der errichteten Containeranlage in der Nördlichen Ingolstädter Straße / Ecke Paul-Kulisch-Straße zur Verfügung. Erster Bürgermeister Christoph Böck und stellvertretender Landrat Ernst Weidenbusch haben die interessierten Bürgerinnen und Bürger durch die neue Anlage geführt und zusammen Fragen beantwortet. Neben Objektbetreuern für die Wohnanlage findet eine Sozialbetreuung durch das Landratsamt statt. Die wichtigsten Aufgaben, nämlich die Integration der neuen Gäste in unserer Stadt, werden aber durch die freiwilligen Helfer des Helferkreises Asyl geleistet. Dieses immens wichtige Engagement hoben der stellvertretende Landrat und der Bürgermeister deutlich hervor, da sich nur mit der tatkräftigen Unterstützung der Helferkreise in den Kommunen die großen Herausforderungen bewältigen lassen. Ernst Weidenbusch verwies darauf, dass die unterschiedliche Hautfarbe, Sprache und Religion beidseitig sei und die unterzubringenden Flüchtlinge teils auch große Sorgen im Hinblick auf ihre Zukunft hätten.
Das Landratsamt informierte darüber, dass sich die Sorgen aus der Bevölkerung vor der Ankunft der Asylbewerber bislang bei der Ankunft der neuen Einwohner immer als unbegründet erwiesen hätten und Unterschleißheim hier in der Vergangenheit bereits mehrfach hervorragende Arbeit geleistet hat. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, bat der stellvertretende Landrat darum, diese möglichst direkt an die zuständige Stabsstelle Asyl im Landratsamt weiterzuleiten, damit diesen umgehend nachgegangen werden könne.
Derzeit müssen durch den Landkreis jede Woche 145 Asylbewerber untergebracht werden, sodass auch vorübergehende Notunterbringungen wie in der FOS/BOS-Turnhalle unumgänglich sind. Weitere dauerhafte Plätze in Unterschleißheim wurden durch Beschluss des Grundstücks- und Bauausschusses geschaffen, indem die Kapazität des derzeit im Umbau befindlichen Bürogebäudes in der Siemensstraße von 215 auf 257 Plätze auf Antrag des Eigentümers erhöht wurde. Um für die etwa 700 Flüchtlinge im Jahr 2016 genügend Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen, prüft die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt derzeit die Möglichkeit einer Unterbringung für etwa 200-300 Asylsuchende auf drei unbebauten Grundstücken an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet für die kommenden Jahre. Ziel der Stadt ist es, Unterkünfte für die Asylsuchenden im gesamten Stadtgebiet zu schaffen, um die damit verbundenen Herausforderungen gleichmäßig zu verteilen.