Neue FOS/BOS in Unterschleißheim wird immer greifbarer

Dienstag, 07. August 2012
Planungsstand und Kostenverteilung

Planungsstand und Kostenverteilung

Der beauftragte Architekt Peter Schwinde präsentierte dem Stadtrat  in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause nun den aktuellen Stand der Planungen für die neue FOS/BOS in der Trägerschaft des Landkreises München, die in Unterschleißheim zum Schuljahr 2014/15 ihre Pforten öffnen soll. Zudem wurde sowohl das kreative bauliche Konzept für die Sporthalle vorgestellt als auch über das Ausmaß der finanziellen Beteiligung Unterschleißheims an deren Bau sowie über Zufahrten und Aufstellflächen abgestimmt.

Schwinde präsentierte Planungen, die eine Platzierung des Gesamtgebäudes auf der östlichen Grundstücksseite auf dem ehemaligen Danfoss-Gelände vorsehen, wobei das Schulgebäude selbst nach Süden, die Sporthalle nach Norden ausgerichtet ist. Dadurch entstehen zum einen großzügige Wege zur und von  der S-Bahn, zum anderen wird eine Mitte mit zentralem Eingangsplatz und Zugängen zu Schule, Sporthalle und Mittagsbetreuung definiert. Das Schulzentrum wird aus zwei Elementen bestehen, die zum einen einen zweigeschossigen Sockel mit Sporthalle, Werkstätten und Zentralbereichen umfassen, zum anderen einen fünfgeschossigen Theorietrakt, den sogenannten Cluster, an den sich die zukünftig geplante Wohnbebauung harmonisch anschließen wird. Zudem wird eine boulevardartige Frei- und Grünfläche entstehen. Die Sporthalle wird durch ein abgesenktes Spielfeld in den Baukörper integriert, wobei der zentrale ebenerdige Zugang für die Zuschauer über den Innenhof erfolgt. Da die Dreifach-Sporthalle zukünftig sowohl für Schulzwecke als auch für Wettkämpfe, etwa die der Volleyballabteilung des SV Lohhof, genutzt wird, soll eine ausziehbare Tribüne die Zuschauerkapazität bei Bedarf erhöhen.
Die Stadt Unterschleißheim wird sich aufgrund der vorgesehenen zusätzlichen Wettkampfnutzung, so der Beschluss des Stadtrats, am Bau der Sporthalle finanziell mit 53 % (rund 4,5 Millionen) beteiligen, den Rest des Gesamtbudgets von 8,4 Millionen trägt der Landkreis München als Träger der FOS/BOS.
Des Weiteren beschloss der Stadtrat bezüglich Zufahrten und Aufstellflächen die Verlegung und leichte Anhebung des Gehweges im Anlieferungsbereich an der Freisinger Straße. Die Tiefgarageneinfahrt in diesem Bereich erhält laut Beschluss zusätzlich eine Schranke und eine Stützmauer, die Anlieferungsfläche wird zusätzlich als Busaufstellfläche dienen.
Aus Sicht der Stadt stellen das architektonische Gesamtensemble und die moderne Gestaltung des Baukörpers eine enorme städtebauliche Aufwertung des Areals am Lohhofer Bahnhof dar. Für den Schulstandort Unterschleißheim bedeutet die neue FOS/BOS den Beginn einer neuen Ära in der Spitzenliga der Bildungslandschaft. Kurzum: Für die Stadt Unterschleißheim und insbesondere ihren Nachwuchs bringt die neue Schule einen Riesengewinn.