Neue Einrichtung für 400 Flüchtlinge - Bewohner der FOS/BOS-Turnhalle auf Gelände des Business Campus umgezogen

Donnerstag, 07. April 2016

Seit November letzten Jahres waren zwischenzeitlich bis zu 300 Flüchtlinge in der Turnhalle der FOS/BOS untergebracht. In den letzten Wochen wurden einige Flüchtlinge bereits auf andere Unterkünfte im Landkreis verteilt. Nun zogen die letzten 225 Bewohner in die neuen Unterkünfte auf dem Business Campus in der Landshuter Straße um. Bis Ende des Jahres wurde hier nun für 400 Personen in vier ehemaligen Bürocontainern im rückwärtigen Areal des früheren Airbus-Geländes Platz geschaffen, bevor diese Anfang 2017 abgerissen werden.

Das etwa 17 Hektar große ehemalige Gelände von Airbus befindet sich derzeit im Umbruch. Vier ehemalige Bürocontainer wurden durch das Landratsamt München angemietet und für die Unterkunft von Flüchtlingen hergerichtet. Nach einem öffentlichen Besichtigungstermin, zu dem etwa 80 Interessierte kamen, um sich die Anlage von Landrat Christoph Göbel und Bürgermeister Christoph Böck vorstellen zu lassen, zogen bereits tags darauf die Flüchtlinge aus der Notunterkunft der FOS/BOS-Turnhalle in die neu geschaffene Einrichtung.

Bei einer öffentlichen Begehung des Geländes nahm Erster Bürgermeister Böck die Gelegenheit wahr, den vielen ehrenamtlichen Helfern in Unterschleißheim zu danken. Die Helfer sorgen dafür, dass die Flüchtlinge sich im Stadtgebiet zurechtfinden, organisieren Sprachkurse und stehen den Flüchtlingen für viele Fragen zur Verfügung.

Nach dem Leerzug der FOS/BOS-Halle soll dort nun zügig der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt werden, damit die Halle in Kürze wieder für die Schule und Vereine nutzbar ist. Mit dem Umzug ist die letzte Turnhalle im Landkreis München geräumt. Bürgermeister Böck und Landrat Göbel setzen für die Zukunft darauf, dass eine erneute Nutzung von Turnhallen für die Unterbringung von Flüchtlingen nicht mehr nötig sein wird. Dabei helfen wird, neben der neuen Unterkunft auf dem Business Campus, auch die in Kürze stattfindende Fertigstellung der Unterkunft in einem ehemaligen Bürogebäude in der Siemensstraße. Dort sollen bis zu 257 Menschen untergebracht werden, wobei diese Unterkunft dann auch Platz für Familien bietet.