Mobil und barrierefrei - Der Toilettenwagen für den Landkreis München

Donnerstag, 16. Juni 2016

Am 10. Juni 2016 übergab der Landkreis München den ersten mobilen und barrierefreien Toilettencontainer an die Lebenshilfe Werkstatt GmbH. Sie vermietet ihn ab sofort bevorzugt an Veranstalter und Organisationen im Landkreis München. 
 
Für Menschen ohne jegliche Mobilitätseinschränkungen ist es eine Selbstverständlichkeit, an Veranstaltungen teilzunehmen. Menschen mit Behinderungen, Senioren, die auf einen Rollator oder auf Pflege angewiesen sind, oder auch Eltern mit Wickelkindern prüfen vor dem Besuch einer Veranstaltung, ob sie dort geeignete barrierefreie Sanitäreinrichtungen vorfinden.

Der Landkreis München und die Lebenshilfe Werkstatt GmbH schaffen hier nun Abhilfe. Die Lebenshilfe Werkstatt hat mit Hilfe der Finanzierung durch den Landkreis München einen mobilen, barrierefreien Toilettencontainer beschafft und vermietet ihn ab sofort bevorzugt an Veranstalter und Organisationen im Landkreis München. Ausgestattet mit einer Auffahrtsrampe, einer Toilette, einer speziellen Pflegeliege, einem Handwaschbecken und einem Notrufsystem steht der erste mobile Toilettencontainer im Landkreis zur Verfügung.

„Die Idee des Landkreises München, einen mobilen, barrierefreien Toilettenwagen zu beschaffen und zu vermieten, haben wir gerne in die Praxis umgesetzt. Im Sinne der gelebten Inklusion ist es uns dabei ganz wichtig, eine mobile Toilette für ALLE zur Verfügung zu stellen“, erläuterte Andreas Jehn, Geschäftsführer der Lebenshilfe Werkstatt GmbH.

Ende 2015 hat der Landkreis München einen Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verabschiedet. Der mobile, barrierefreie Toilettenwagen stellt einen wichtigen Mosaikstein dar, um einem barrierefreien, inklusiven Landkreis ein Stück näher zu kommen. „Ich bin der Lebenshilfe Werkstatt GmbH sehr dankbar, dass sie sich so für dieses Kooperationsprojekt eingesetzt hat und auch den Betrieb der Toilette übernehmen wird,“ so Landrat Christoph Göbel. Der Beschluss der Kreisgremien sei wegweisend gewesen. Der Löwenanteil der Arbeit stecke jedoch in der konkreten Umsetzung, so der Landrat weiter.

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