Mit modernen Strukturen in die Zukunft

Dienstag, 14. Juni 2011
Stadt stellt auf Doppik um

Stadt stellt auf Doppik um

Seit Januar 2007 können bayerische Kommunen offiziell die Doppik einführen ? Unterschleißheim wird den ersten doppischen Haushalt frühestens 2014 aufstellen. Unterstützt wird die Stadt dabei von einem Berater.

Derzeit wird in den meisten Kommunen das alte System der Kameralistik angewandt. Immer häufiger wird jedoch auf freiwilliger Basis als modernes und leistungsfähiges Rechnungs- und Buchhaltungssystem die kaufmännische Doppik eingeführt. Sie bietet eine transparente Darstellung der tatsächlichen Ertrags- und Finanzkraft der Gemeinde. Dabei werden der Ressourcenverbrauch dargestellt und die Aufwendungen und Erträge durch eine genaue Rechnungsabgrenzung dem jeweiligen Geschäftsjahr zugerechnet. Jede Buchung gibt somit Auskunft über die Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten. So gibt die Doppik deutlich bessere Möglichkeiten zur betriebswirtschaftlichen Steuerung an die Hand.

Die Umstellung ist nicht nur zeit-, sondern auch arbeitsintensiv. Das Vermögen der Stadt muss erfasst und beziffert werden, die EDV-Ausstattung und Schulung des Personals braucht ebenfalls Zeit und ist kostenintensiv. Doch die Einführung der Doppik ist eine Voraussetzung zur nachhaltigen Verbesserung der Verwaltungssteuerung. Die Ressourcen können dann vollständig dargestellt werden, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird vollständig einbezogen und ermöglicht so wirtschaftliches und transparentes Handeln.

Die Stadt ist schon jetzt gut auf die Doppik vorbereitet und hat bei ihren Eigenbetrieben Stadtwerke, Forum und der GTU AG seit Langem besten Erfahrungen darin. Bereits einige Zeit erarbeiten Mitarbeiter der Stadtverwaltung in der Arbeitsgruppe "Doppik" die Voraussetzungen für die Einführung der kaufmännischen Buchführung in der Verwaltung und hat deren Umsetzung ausgelotet. Zusätzlich holt sich die Stadt bei den vielschichtigen Vorbereitungen Unterstützung durch einen externen Berater.
Auch wenn klar ist, dass die Vorarbeiten sehr komplex sind, so werden die gemeinschaftlich festgelegten Eckpunkte sehr hilfreich sein, wenn dann 2014 umgestellt werden kann. Ein dauerhaftes, modernes und transparentes System wird der Gewinn dieser Mammutaufgabe sein.