Mit Beginn des Jahresfahrplans 2011

Freitag, 10. Dezember 2010
Neue Ära des Nahverkehrs in Unterschleißheim

Neue Ära des Nahverkehrs in Unterschleißheim

Lars Kongsbak (Geschäftsführer VBR), Landrätin Johanna Rumschöttel, Erster Bürgermeister Rolf Zeitler und Alexander Freitag (MVV-Geschäftsführer) waren die ersten, die die neue Linie 215 in Unterschleißheim testeten.

Lars Kongsbak (Geschäftsführer VBR), Landrätin Johanna Rumschöttel, Erster Bürgermeister Rolf Zeitler und Alexander Freitag (MVV-Geschäftsführer) waren die ersten, die die neue Linie 215 in Unterschleißheim testeten.

Mit Start des Jahresfahrplans 2011 am Sonntag, 12. Dezember, beginnt in Unterschleißheim eine neue Ära im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die neue Buslinie 215 löst die bisherige Linie 219 B ab und ermöglicht es erstmals, ohne Umsteigen vom Bahnhof Lohhof über Hollern nach Unterschleißheim und weiter in das Gewerbegebiet zu kommen. Diese erhebliche Ausweitung des Busangebotes lässt sich die Stadt in den vier Jahren des Erprobungsbetriebes rund 1,4 Millionen Euro kosten. Die Linie 219 A behält ihre Linienführung bei, wird aber in 219 umbenannt. Bei der Jungfernfahrt vergangener Woche nahmen neben der Landrätin Johanna Rumschöttel, MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag, VBR-Geschäftsführer Lars Kongsbak auch zahlreiche Stadträte und Bürger teil.


Die neue Buslinie 215 übernimmt die Fahrt der bestehenden Linie 219 B von Bahnhof Unterschleißheim in das Gewerbegebiet mit allen bisherigen Haltestellen und fährt anschließend weiter über den Münchner Ring, Margaretenanger, Feldstraße, Südliche Ingolstädter Straße zum Bahnhof Lohhof und zurück. Damit können die Einkaufsmöglichkeiten im Gewerbegebiet und die geplanten Lebensmittelmärkte am Münchner Ring und an der Südlichen Ingolstädter Straße ohne Umsteigen mit dem Bus erreicht werden. Auch die neuen Wohnbaugebiete in Hollern sind mit der neuen Linie 215 an den ÖPNV angebunden. Die Linie 215 stellt auch eine durchgehende Verbindung zum Waldfriedhof, dem neuen Seniorenwohnheim am Monikaweg, dem Gymnasium und der Realschule her. Damit haben die Bürgerinnen und Bürger eine optimale Möglichkeit, viele wichtige Einrichtungen in Unterschleißheim bequem zu erreichen. Dazu trägt auch der durchgehende 20-Minuten-Takt bei, der von 06.11 bis 20.31 Uhr besteht. Am Haltepunkt "Sportplatz" am Münchner Ring gibt es zusätzlich zum Halt an der S-Bahn Unterschleißheim zukünftig eine zweite Umsteigemöglichkeit in die Linie 219 zur U-Bahn in Garching-Hochbrück. "Es gibt fast kein Haus, von dem sich nicht in einer Entfernung von maximal 500 Metern eine Bushaltestelle befindet" so Erster Bürgermeister Zeitler bei der Jungfernfahrt in der vergangenen Woche.

Stadt investiert rund 1,4 Millionen Euro
Die Stadt investiert in diese Erweiterung des ÖPNV erhebliche finanzielle Mittel. Während der nächsten vier Jahre läuft der Erprobungszeitraum, für den die Stadt die Betriebskosten von rund 1,1 Millionen Euro übernimmt. Weitere etwa 325.000 Euro werden in die Errichtung der zusätzlichen Haltepunkte investiert. Der barrierefreie Ausbau schlägt mit weiteren 40.000 Euro zu Buche, so dass insgesamt etwa 1,4 Millionen Euro in den zusätzlichen Service der neuen Buslinie investiert werden. Landrätin Johanna Rumschöttel dankte der Stadt für den Mut zum Risiko, lobte aber das finanzielle Engagement der Stadt weil es viele Bevölkerungsgruppen gibt, die auf den Bus angewiesen sind. "Die neue Buslinie ist gut für die Umwelt und die Sicherheit" so Rumschöttel. Die neue Linie 215 wird mit sechs neuen, in höchster Euronorm ausgestatteten Bussen bedient. Sie haben dem VBR als Betreiber der Linie rund 1,5 Millionen Euro gekostet, wie deren Geschäftsführer Lars Kongsbak erwähnte. Für MVV-Geschäftsführer Alexander Freitag ist der Bus 215 mit der neuen Linienführung "praktizierter Umweltschutz".
Nach Ablauf des 4-jährigen Erprobungszeitraumes werden die Fahrgastzahlen darüber entscheiden, ob der Landkreis dauerhaft die Angebotsausweitung in seine Kostenträgerschaft übernimmt. Deshalb appellierten Zeitler und Rumschöttel an alle, den Bus möglichst häufig in Anspruch zu nehmen, weil jeder Fahrgast damit zur Akzeptanz beiträgt. Bei einer überaus guten Inanspruchnahme wäre nämlich auch eine Verkürzung des Probezeitraumes denkbar.