Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Lohhof-Süd

Mittwoch, 04. Juni 2014
Der Bürgerwille soll umgesetzt werden

Der Bürgerwille soll umgesetzt werden

Für drei konkrete Maßnahmenbündel sprachen sich die Unterschleißheimer Bürger mehrheitlich bei der außerordentlichen Bürgerversammlung verkehr Lohhof-Süd Mitte Februar aus, um Lösungsvorschläge für verkehrsberuhigende Maßnahmen für Lohhof-Süd zu entwickeln. Der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Stadtrates nahm nun dieses Votum der Bürger einstimmig auf und empfahl in seiner letzten Sitzung im Mai dem Stadtrat die abschließende Bestätigung, die Verwaltung zu beauftragen, auf die Umsetzung durch das zuständige Straßenbauamt einzuwirken.

Unstrittig waren die ersten beiden Vorschläge aus der Bürgerversammlung, die am Ende der beispielhaften Bürgerbeteiligung mit mehreren Workshops standen. Die Bürger forderten optimierte Ampelschaltungen an den beiden Kreuzungen der Bundesstraße B13 mit dem Münchner Ring sowie der Staatsstraße 2053 (Kreuzstraße). Die Stadt Unterschleißheim wird mit den zuständigen Behörden Kontakt aufnahmen und auf die Verbesserungen hinwirken. Die Stadträte sind optimistisch, dass diese Maßnahmen ohne bauliche Veränderungen und ohne Kosten schnell umgesetzt werden können.

Die Anwohner in Lohhof-Süd versprechen sich zudem eine erhebliche Reduzierung des Durchgangsverkehrs in ihrem Wohngebiet, wenn der Verkehr auf den großen Umgehungsstraßen flüssiger und damit schneller fließen kann. In dem Zusammenhang hat der Ausschuss dem Stadtrat zudem empfohlen, einer Planungsvereinbarung mit dem staatlichen Straßenbauamt in der Leistungsphase Machbarkeitsermittlung und Vorplanung zuzustimmen, die jeweils eine zusätzliche freie Rechtsabbiegerspur vom Münchner Ring kommend auf die B13 in Richtung München sowie eine zweite Linksabbiegespur von der Kreuzstraße in die B13 zum Inhalt hat.

Und auch der in der Bürgerversammlung mit ganz knapper Mehrheit angenommenen Empfehlung zur Errichtung einer Mittelinsel auf der Kreuzstraße auf Höhe der Einmündung der Mallertshofener Straße zur künftigen Unterbindung des dortigen Einbiegens vom Kreisverkehr Lustheim kommend soll der Stadtrat nach dem Willen der Ausschussmitglieder aufgreifen. Ziel der Maßnahme ist es, dass die auf der Staatsstraße aus Richtung Lustheim kommenden Fahrzeuge dann nicht mehr nach links in die Mallertshofener Straße und somit in den Stadtteil Lohhof-Süd abbiegen können.  Diese Abtrennung zwischen den beiden Fahrbahnen könnte mit einer baulichen Lösung oder einer aufgemalten, schraffierten Fläche erfolgen.
Zunächst soll dazu der Beauftragung einer umfassenden Studie zu den möglichen Auswirkungen der künftigen Verkehrsströme und des Verkehrsaufkommens in dem betreffenden Bereich einschließlich der Fröttmaninger Straße zugestimmt und die Stadtverwaltung mit entsprechen Gesprächen mit dem Straßenbauamt beauftragt werden. Denn eine zusätzliche reine Verkehrsverlagerung in die Fröttmaninger Straße kann sicherlich nicht das Ergebnis einer Zufahrtssperrung an der Mallertshofener Straße sein. 
Ob auch das Straßenbauamt als Straßenbaulastträger der Staatsstraße und das Landratsamt als zuständige Verkehrsbehörde mit dieser Neuregelung einverstanden sind, bleibt dann abzuwarten.