Künstliche Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse im Lohwald

Donnerstag, 22. November 2012
Ausgleich für Neubaugebiet am Bahnhof Lohhof

Ausgleich für Neubaugebiet am Bahnhof Lohhof

Im Rahmen der Neubebauung der Grundstücke auf dem ehemaligen Danfoss-Gelände am Lohhofer Bahnhof wurde notgedrungen in den alten, parkartigen Baumbestand eingegriffen. In diesem ungenutzten Bereich gab es einen hohen Totholzanteil mit vielen Höhlen, die von Vögeln und Fledermäusen genutzt wurden. Vor Beginn der Baumaßnahme wurden hier fünf Fledermausarten nachgewiesen, wobei aber auch noch weitere Arten vorhanden sein könnten. Alle Fledermausarten in Bayern sind gefährdet und werden auf der "Roten Liste der bedrohten Tierarten" geführt.

Die Stadt Unterschleißheim, der in hohem Maße an Erhalt und Förderung ökologischer Bereiche gelegen ist, hat nun gemäß Naturschutzrecht für diesen Eingriff einen Ausgleich geschaffen. Zur Kompensation des Quartierverlustes wurden am 13. November 2012 im Lohwald 20 Fledermauskästen und acht Vogel-nistkästen angebracht. Die Erfolgskontrolle wird von der Koordinierungsstelle für Fledermausschutz bzw. durch den Landesbund für Vogelschutz vorgenommen. Damit wird sichergestellt, dass die bisher in diesem Bereich des Lohwaldes angesiedelten Tiere einen adäquaten Ersatzlebensraum erhalten und deren Population so erhalten bleiben kann.
Somit erhalten die Fachoberschüler eine moderne neue Schule, die Unterschleißheimer Bürger dringend benötigte neue Wohnungen im angrenzenden Neubaugebiet und die Fledermäuse ausreichende Aus-weichquartiere in unmittelbarer Nähe ? eine win-win-Situation für Mensch und Tier also.