Kinderhaus-Leiterin Daniela Rieth erhält Montessori-Friedenstaube - Champini ist Botschafter für Menschenrechte

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Bekam beim Spiel des SV Lohhof die Friedenstaube überreicht: Champini-Leiterin Daniela Rieth (rechts) mit Erstem Bürgermeister Christoph Böck und Matthias Kock (Mitte).

Es ist eine große Ehre für das Champini Kinderhaus und die Stadt Unterschleißheim. Eine von 30 Friedenstauben-Statuen des Künstlers Richard Hillinger steht im Moment im Kinderhaus an der Stadionstraße. Die Statuetten werden an Personen vergeben, die sich für Menschenrechte einsetzen. 

Ausgezeichnet wurde die Leiterin des Kinderhauses, Daniela Rieth, die sich vor ihrer Zeit bei Champini stark für die Organisationen Amnesty International und Cap Anamur engagierte und sich auch heute noch für viele soziale Projekte einsetzt. So hat sie beispielsweise gemeinsam mit dem Champini Kinderhaus eine Patenschaft für die Flüchtlingskinder der inneren Mission übernommen, vermittelt in Zusammenarbeit mit Studenten der LMU München Praktikumsplätze und sammelt Spendengelder für bedürftige Kinder aus ihrem Kinderhaus.
Jetzt wurde ihr für dieses vorbildliche Engagement im Rahmen des Volleyballspiels des SV Lohhof, der oft Partner bei gemeinnützigen Events war, gegen Bad Soden am Sonntag, den 9. Oktober 2016, vom Ersten Bürgermeister Christoph Böck zusammen mit Moderator Matthias Kock die Friedenstaube des Künstlers Richard Hillinger überreicht.
Daniela Rieth sieht diese Auszeichnung vor allem als Aufgabe, noch mehr im sozialen Bereich zu bewegen. So möchte sie die entstandene Aufmerksamkeit nutzen, um Spendenaktionen für zwei Flüchtlingskinder sowie ein als Frühchen geborenes Kind aus Unterschleißheim zu organisieren. Außerdem hat sie mit ihrer Erfahrung aus der Aktivität in Flüchtlingsheimen ein Konzept zur erfolgreichen Arbeit in Aufnahmeeinrichtungen erstellt, das sie Münchens Oberbürgermeister Reiter und der Stadt Unterschleißheim vorlegen möchte.
Die Statue ist eine von insgesamt 30, die sich auf die 30 Artikel der UN Erklärung der Menschenrechte beziehen. Unter dem Motto „Alle Menschen werden Brüder aus Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ werden sie jeweils zeitweise an Menschen auf der ganzen Welt vergeben, die sich für Menschenrechte engagieren. Mit dem Erhalt der Statue ist das Champini Kinderhaus in höchst ehrbarer Gesellschaft. Die Tauben waren seit ihrer Schaffung im Jahr 2008 bei so berühmten Persönlichkeiten wie dem Dalai Lama, Roman Herzog oder Angela Merkel zu Gast. Die Statue, die jetzt im Champini Kinderhaus steht, ist der Pädagogin Maria Montessori gewidmet, die sich für ein von Respekt und Toleranz geprägtes Menschenbild und Rechtegleichheit für Frauen und Kinder einsetzte.
Die Taube ist noch bis Dezember in Unterschleißheim, daraufhin darf Daniela Rieth mitentscheiden, wer nächster Preisträger wird.
Im Anschluss an die Übergabe bekamen Kinder aus der Wohngruppe der Inneren Mission in Lohhof, die von Daniela Rieth unterstützt werden, 10 Saisonkarten für die Bundesligaspiele des SV Lohhof überreicht.