Keine guten Nachrichten für die Lösung des Verkehrsproblems Birkhahnstraße in Mittenheim

Donnerstag, 13. Juni 2013
Nachbargemeinde Oberschleißheim lehnt Ampelanlage am Kreuzungsbereich ab

Nachbargemeinde Oberschleißheim lehnt Ampelanlage am Kreuzungsbereich ab

 

Fast wähnte man sich in der Stadt Unterschleißheim schon am Ziel, um das akute verkehrliche Problem an der Einmündung der Birkhahnstraße aus Riedmoos in die Staatsstraße 2342 im Bereich Mittenheim ein für alle Mal der Vergangenheit angehören zu lassen. 
Seit rund zehn Jahren hatte sie sich intensiv für eine Entschärfung der dortigen Verkehrssituation im Sinne der Sicherheit vor allem der Riedmooser Schulkinder und Verkehrsteilnehmer eingesetzt
und stieß lange Zeit auf Widerstand des zuständigen staatlichen Straßenbaulastträgers der Staatsstraße, bis sich dort glücklicherweise ein Umdenken einstellte und zuletzt der Errichtung einer Ampelanlage doch noch zugestimmt wurde. Bereits im vergangenen Herbst hatte der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Unterschleißheimer Stadtrats die Ausführungsplanung und vollständige Kostenübernahme hierfür beschlossen.
Jetzt macht sich jedoch zunächst erst einmal Ernüchterung breit, da die Nachbargemeinde Oberschleißheim, auf deren Gebiet sich der Kreuzungsbereich befindet und welche deshalb ihre Zustimmung erteilen muss, vor kurzem mittgeteilt hat, dass sich in deren Gemeinderat keine Mehrheit für den Bau Ampelanlage gefunden hat.

Geplant ist seitens der Stadt Unterschleißheim eine Ampelanlage unter Schaffung von Abbiegespuren, zudem soll ein zusätzlicher Radweg nördlich der Fahrbahn der Birkhahnstraße zur geordneten Straßenquerung in Richtung des bestehenden Radweges von Oberschleißheim nach Unterschleißheim errichtet werden, um größtmögliche Sicherheit vor allem für den Schulweg der Riedmooser Kinder zu gewährleisten. Die Kosten dafür werden ausschließlich von  der Stadt Unterschleißheim getragen, der diese Investition zu Gunsten der Sicherheit ihrer Riedmooser Bürgerinnen und Bürger wichtig ist.
Was eigentlich zuletzt nicht mehr in Frage zu stehen schien, war die Zustimmung der Gemeinde Oberschleißheim durch die abschließende Beschlussfassung des dortigen Gemeinderates, nachdem zuvor dessen Verkehrsausschuss diese bereits vorberatend befürwortet hatte.
Als große Überraschung wurde nun im Unterschleißheimer Rathaus die Nachricht vernommen, dass der Ampellösung nun doch kein Plazet erteilt worden ist. Vielmehr wird sich laut Mitteilung der Oberschleißheimer Gemeinderat im Herbst mit der Alternative einer Kreisverkehrslösung an der Kreuzung befassen. Es ist also zunächst wieder Geduld für die Riedmooser angesagt.
Bleibt zu hoffen, dass auch eine neue Lösungsvariante dieselben Sicherheitskriterien vor allem für die Fußgänger und Radfahrer erfüllen kann und die Straßenbaubehörde beim Staatl. Bauamt nicht wieder erneut in einem langwierigen Prozedere von der Machbarkeit überzeugt werden muss. Die Ampelanlage hätte jedenfalls aus Unterschleißheimer Sicht die wenigste aufwändige und schnellstmögliche Lösung bedeutet.
Die Stadt Unterschleißheim wird auch diesmal nichts unversucht lassen, sich erneut für eine wirksame Lösung mit Nachdruck einzusetzen.