Infoabend: Flüchtlinge in Unterschleißheim

Donnerstag, 22. Oktober 2015
Bürger wollen helfen

Bürger wollen helfen

 

Großes Interesse bei der Infoveranstaltung mit Erstem Bürgermeister Böck, Landrat Göbel und Helferkreis Unterschleißheim. Bild Gerhard Förtsch

Wieder einmal konnte die Stadt mit einem Infoabend den Festsaal im Rathaus füllen. Zur Veranstaltung mit dem Thema „Flüchtlinge in Unterschleißheim“ kamen gut 400 interessierte Besucher, um sich über die aktuelle Situation in der Stadt und im Landkreis zu informieren. Neben Erstem Bürgermeister Christoph Böck informierten auch Landrat Christoph Göbel, die zuständige Stabsstelle Asyl im Landratsamt und der Helferkreis Unterschleißheim über ihre Arbeit.
Wie ist die aktuelle Situation der Unterbringung von Asylbewerbern in Unterschleißheim und welche Prognosen gibt es für die Zukunft - wie wollen die Stadt und der Landkreis diese Aufgabe bewältigen, wie werden die Asylbewerber betreut und versorgt und wo kann durch die Bevölkerung geholfen werden. Dies waren die relevanten Themen des Abends, über die informiert und diskutiert wurde. Derzeit sind 71 Asylbewerber im A1 Wohnheim in der Siemensstraße durch das Landratsamt untergebracht. Die Prognose des Landratsamtes für 2016 sieht bis zu 722 unterzubringende Asylbewerber im Stadtgebiet vor. Deshalb entstehen nun auf einem städtischen Grundstück in der Paul-Kulisch-Straße weitere Unterbringungsplätze mittels Wohncontainer. Hier sollen, befristet bis Ende 2016, 56 Menschen eine vorübergehende Unterkunft erhalten. Weiterhin wird ein Bürogebäude in der Siemensstraße für 215 Personen entsprechend umgebaut werden. Dieses Objekt soll dann auch für ganze Familien geeignet sein.
Durch die kurzfristige Zuweisung der Asylbewerber aus den Notunterkünften oder Erstaufnahmeeinrichtungen an die Kommunen ist eine verlässliche Planung derzeit nicht möglich.
Deutlich wurde bei der Veranstaltung, dass viele Menschen helfen wollen. Hier konnte der Helferkreis Informationen liefern, inwiefern Bürgerinnen und Bürger ehrenamtliche Unterstützung leisten können. Weitere Informationen zum Helferkreis finden sich unter http://www.asyl-ush.de. Durch den Abend führte die Moderatorin Andrea Fleming, die die Fragen aus dem Publikum an die Redner auf der Bühne weitergab. Auch die Stabsstelle Asyl aus dem Landratsamt München und die Polizei standen für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.
Erster Bürgermeister Böck und Landrat Göbel freuten sich nach der Veranstaltung, dass so viele Menschen die Möglichkeit zum intensiven Informationsaustausch genutzt haben.