Hollerner See wird Naherholungsgebiet

Montag, 27. Juli 2009
Miteinander reden und handeln

Miteinander reden und handeln

sichtlich stolz auf das Naherholungsgebiet sind (v.l.n.r.) Uwe Fischer (Landschaftsarchitkekt), Dirk Lüngen (Gf. Münchner Kies Union), Josef Riemensberger (Bürgermeister Eching), Jens Besenthal (Gf. Verein zur Sicherstellung überörtl.Erholungsgebiete) und Michael Schwaiger (Landrat Freising).

sichtlich stolz auf das Naherholungsgebiet sind (v.l.n.r.) Uwe Fischer (Landschaftsarchitkekt), Dirk Lüngen (Gf. Münchner Kies Union), Josef Riemensberger (Bürgermeister Eching), Jens Besenthal (Gf. Verein zur Sicherstellung überörtl.Erholungsgebiete) und Michael Schwaiger (Landrat Freising).

Ehrgeizige Pläne für den Hollerner See: Westlich der Staatsstraße 2053, die die Kreuzstraße mit Eching verbindet (rechts im Bild) und nördlich der bestehenden Werkszufahrt zum Kieswerk (im Plan mit "Werkszufahrt" gekennzeichnet) ensteht ein neues Naherholungsgebiet

Ehrgeizige Pläne für den Hollerner See: Westlich der Staatsstraße 2053, die die Kreuzstraße mit Eching verbindet (rechts im Bild) und nördlich der bestehenden Werkszufahrt zum Kieswerk (im Plan mit "Werkszufahrt" gekennzeichnet) ensteht ein neues Naherholungsgebiet

Der Ausbau des Hollerner Sees zu einem Naherholungsgebiet ist einen großen Schritt vorangekommen: In diesem Frühjahr wurde der erste Rekultivierungsabschnitt fertig gestellt. Dazu wurden auf rund 2,5 Hektar auf der Südseite des Sees etwa 6.000 Sträucher gepflanzt. Dieser Steiluferbereich wird der natürlichen Nachfolgenutzung überlassen. Bis 2011 soll in östlicher Richtung ein Naherholungsgebiet entstehen, das eine Liegewiese, Gastronomie, ein Wasserwachtgebäude und die entsprechenden Parkflächen beinhaltet. Bis 2017 läuft der Kiesabbau weiter, wird aber schwerpunktmäßig mehr in der östlichen Hälfte des Sees stattfinden. Danach wird der See in einer Größe von rund 28 Hektar ausschließlich den Erholungssuchenden zur Verfügung stehen. Der Hollerner See wird damit nach dem Feringasee der zweit größte Badesee im Münchner Nord-Osten sein.
Dass dieses Projekt realisiert werden kann, ist ein Verdienst mehrerer Beteiligter. Die Gemeinde Eching, die Stadt Unterschleißheim, der Verein zur Sicherstellung überörtlicher Erholungsgebiete und nicht zuletzt das Kiesabbauunternehmen sind die Kooperationspartner. Während Eching schon seit den 80-er Jahren in diesem Gebiet die Flächen erworben hat, kam die Stadt Unterschleißheim 2004 dazu, als die beiden Kommunen den Zweckverband "Erholungsgebiet Hollerner See" gründeten. Der Ausbau des Sees zu einem Erholungsgebiet ist dabei genauso das Ziel wie die Errichtung einer Thermenanlage am Nordufer. Der Vorsitz des Verbandes wechselt turnusmäßig alle zwei Jahre zwischen den beiden Mitgliedern. Echings Bürgermeister Riemensberger hat ihn seit Beginn des Jahres inne und freute sich auf dem Ortstermin, dass ab 2011 bei hoffentlich gutem Wetter das Probebaden möglich sein wird. Die naturnahe Ausgestaltung begeisterte ihn ebenso wie die Einbettung der Wasserfläche in die Landschaft. Tatsächlich ist es mit der Rekultivierung gelungen, die Uferschwalbe, Wechselkröte und den Flußregenpfeifer dort wieder anzusiedeln. Der Erholungsflächenverein ist wesentlicher und erfahrener Partner bei der Gestaltung dieses Gebietes. Für ihn ist der Hollerner See das 32-ste Projekt, das er verwirklicht. Geschäftsführer Jens Besenthal ist sich sicher, dass der Ausbau der Badefläche nächstes Jahr das zentrale Thema für den Verein sein wird. Bereits dieses Jahr werden rund 160.000 Euro für die Erstellung des Parkplatzes investiert. Auch Dirk Lüngen, Geschäftsführer des Kiesunternehmens bestätigte die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und versprach ein Paradies für Freizeit und Naturschutz. Auch Freisings Landrat Michael Schwaiger war sich sicher: "Der Plan verspricht Gutes". Für ihn ist das Vorhaben der beiden Kommunen und des Erholungsflächenvereines die richtige Investition am richtigen Standort. Vor allem die gute Erreichbarkeit auch aus dem Stadtgebiet Unterschleißheims macht den See zu einem Naherholungsgebiet, das seinem Namen gerecht wird.