Helferkreis Asyl Unterschleißheim - Geflüchtete aus vier Ländern laufen mit beim Münchner Marathon

Donnerstag, 20. Oktober 2016

„Sport spricht alle Sprachen“: Geflüchtete aus vier Länder und Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisation CARE nahmen am Münchener Marathon teil.

Englisch, Französisch oder Deutsch? Dari, Paschtu, Bambara, Malinke, Somali oder Mende? Kulturelle Unterschiede? Verständigungsschwierigkeiten? - Beim Marathon ist dies kein Problem, denn für einen gemeinsamen Staffellauf bedarf es keiner perfekten Grammatik. "Sport spricht alle Sprachen" und "Sport verbindet", mit diesem Motto standen Mitglieder des Helferkreises Asyl Unterschleißheim und Geflüchtete aus Afghanistan, Mali, Sierra Leone und Somalia am 9. Oktober im Olympiagelände gemeinsam am Start.

Insgesamt 13 Staffeln, gemischt aus Helfern und Flüchtlingen aus verschiedenen Gemeinden, wurden von der Hilfsorganisation CARE in Kooperation mit dem Veranstalter des Marathons organisiert. CARE, 1945 in den USA gegründet, half Millionen von Menschen im Nachkriegseuropa mit den bis heute bekannten CARE-Paketen aus Schmalz, Kaffee, Milch und einigem mehr. Die Pakete waren Botschafter der Versöhnung und der direkten Hilfe von Mensch zu Mensch. Diese Tradition lebt heute weiter.

Über 70 Läuferinnen und Läufer des CARE&Helferkreis Teams haben durch ihre Teilnahme am Münchner Marathon Spenden für Flüchtlingsprojekte weltweit gesammelt, auf die Situation von Millionen von Geflüchteten aufmerksam gemacht und durch die Initiative „Laufend integrieren“ ehrenamtliches Engagement und Sport miteinander verbunden.

„Am besten gefallen hat mir die gute Stimmung und dass der Lauf friedvoll und ohne Gewalt abgelaufen ist. Es hat wirklich Spaß gemacht!“ erzählt uns Abubacarr, 21, ein superschneller Läufer aus Sierra Leone, über seine Erfahrung beim Event. Diese positive Erfahrung in seiner neuen Heimat Deutschland ließ ihn und viele andere zu dem Schluss kommen: „So Gott will, bin ich nächstes Jahr wieder dabei.“