Geothermie-Ausbauprogramm 2013 der GTU AG zeigt Früchte

Mittwoch, 11. September 2013
Der erste Versorgungsanschluss ist fertiggestellt

Der erste Versorgungsanschluss ist fertiggestellt

Symbolische Inbetriebnahme der Wärmestation im Technikraum der Wohnanlage Münchner Ring.

Seit Juli dieses Jahres wird in Unterschleißheim an verschiedenen Stellen des Stadtgebietes wieder mächtig am Versorgungsausbau der umwelt- und klimaschonenden Geothermie-Fernwärme gearbeitet.
Vor kurzem konnte nun der erste Versorgungsanschluss im diesjährigen Ausbauprogramm in der Wohnanlage der WEG Münchner Ring 3-13 fertiggesellt und in Betrieb genommen werden.  
Die städtische Fernwärme-Gesellschaft GTU AG freut sich über die sicherlich kluge und weitsichtige Entscheidung der Eigentümergemeinschaft, die Wohnanlage mit 60 Wohneinheiten an die Unterschleißheimer Geothermie anzuschließen und dies innerhalb kürzester Zeit und genau zum richtigen Zeitpunkt.
Denn die bisherige, rd. 10 Jahre alte gasbefeuerte Heizanlage hatte wiederholt kostspielige Ausfallreparaturen verursacht und drohte kurzfristig, den Dienst endgültig zu versagen, so dass sich die Eigentümergemeinschaft im April diesen Jahres einstimmig dafür entschied, komplett auf geothermische Fernwärme umzusteigen und das so schnell wie möglich. 
Bei einem Ortstermin letzte Woche konnten sich Vertreter von ITW als Servicepartner der GTU AG für Kundenbetreuung und des Fachplaners Ingenieurbüro Bauer zusammen mit der GTU AG von der Installation des Hausanschlusses ein Bild machen und die Anlage der Fernwärme-Übergabestation symbolisch in Betrieb nehmen.   
Der prognostizierte Wärmeverbrauch für die rd. 3.900 Quadratmeter große Gesamt-Heizfläche mit einem Anschlusswert von 160 Kilowatt beträgt rd. 270 Megawatt-Stunden (MWh) pro Jahr. Durch die überwiegend aus Erdwärme gespeiste Fernwärme können rd. 59.000 Liter Heizöl bzw. Kubikmeter Erdgas im selben Volumen jährlich eingespart werden Immerhin werden dadurch ca. 90 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid CO2 vermieden. Zum Vergleich: dies entspricht einer CO2-Emissionsbelastung eines Mittelklasse -PKW mit einer Fahrtstrecke von rd. 740.000 Kilometern pro Jahr. Die Eigentümergemeinschaft leistet damit nicht nur einen erheblichen und nachhaltigen Ökobeitrag in der Stadt Unterschleißheim, sondern profitiert zugleich vom preisgünstigeren Geothermie-Wärmepreise im Vergleich zum langfristig steigenden Energiepreis für den fossilen und endlichen Brennstoff Erdgas.
Fast zeitgleich und pünktlich können auch schon die nächsten Versorgungsanschlüsse der  Geothermiewärme für den Neubau der Wohnanlage an der Pater-Kolbe-Straße direkt neben dem Unterschleißheimer S-Bahnhof sowie im neuen, noch im Bau befindlichen Kinderhaus Hollerner Feld in Betrieb genommen werden, um die notwendige Baubeheizung sicherstellen zu können.
Sicherlich ist dies auch ein wesentlicher Verdienst der von der GTU AG beauftragten bauausführenden Firma, die bisher eine reibungslose und ausgezeichnete Arbeit gezeigt hat, und der dafür ein großes Dankeschön gilt.        

Thomas Stockerl
Vorstand GTU AG